Härtsfeld-Museumsbahn: Die Schättere darf wieder fahren

Lesedauer: 4 Min
 Fahrt mit dem Triebwagenzug: : Die Abtei, die Härtsfeldlandschaft und die Schättere.
Fahrt mit dem Triebwagenzug: : Die Abtei, die Härtsfeldlandschaft und die Schättere. (Foto: Hannes Ortlieb)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Kurzfristige Informationen auf der Webseite www.hhmb-ev.de oder in Facebook www.facebook.com/haertsfeldbahn

Nach langer Zeit des Lockdowns dürfen die Härtsfeld-Museumsbahn-Züge wieder raus auf die Strecke und sogar Fahrgäste mitnehmen. Dazu wurde die behördliche Erlaubnis vom zuständigen Bürgermeisteramt Neresheim erteilt . Die Grundlage und Rahmenvorgaben dazu bietet die am 10. Juni erlassene Corona-Verordnung „Reisebusse“ des Landes Baden Württemberg.

Nun laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren: Ein Hygienekonzept wird erarbeitet, Informationstafeln müssen erstellt und aufgestellt werden. Der Verein Härtsfeld-Museumsbahn wird die Fahrzeuge nach jeder Fahrt desinfizieren und nicht von Wagen zu Wagen gehen. Es muss Abstand gehalten werden.

Zudem müssen Personal und Gäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen und sich die Hände desinfizieren (außer Lokführer und Heizer). Es müssen bestimmte Sitzplätze zugewiesen werden, aber alle Plätze dürfen belegt werden. Von jedem Passagier müssen Name und Adresse oder Telefonnummer notiert werden. Das erfordert ein wenig Zeit beim Fahrkartenkauf, Fahrgäste dürfen nur einzeln den Schalterraum betreten.

Daher wird darum gebeten, möglichst frühzeitig zum Schalter zu kommen. Die erhobenen Daten werden nach vier Wochen gelöscht.

Das Härtsfeldbahn-Museum allerdings muss noch bis auf Weiteres geschlossen bleiben, solange die Abstandsregelungen gelten. Es dürften sich nur einzelne Personen in den kleinen Räumen aufhalten, sodass eine sinnvolle Besuchsregelung nicht möglich ist.

An der Strecke wurde schon laufend gemäht und freigeschnitten, sodass sie sicher befahrbar ist. Die Fahrzeuge müssen nun vollends auf den Betrieb vorbereitet werden.

Die laufenden Hauptuntersuchungen am Personenwagen HMB 7 und Pufferwagen Gw 155 sollen rasch abgeschlossen werden. Lok 12 hat ihre Kessel-Hauptuntersuchung bestanden, Luftpumpe und Lichtmaschine wurden repariert. Der T 33 ist fit.

Leider kann die Erkundungstour auf Biberspur am ersten Tag nicht angeboten werden. Am 2. August folgt der nächste reguläre Betriebstag.

Schon am 8. und 9. August ist dann das Jahresfest, die Neresheimer Bahnhofshocketse. Diesmal kann manches nicht im gewohnten Umfang stattfinden. Auch wenn der Lokschuppen nicht bewirtschaftet ist, für Speis und Trank ist gesorgt. Die Gaststätte „Zum Alten Bahnhof“ hat geöffnet und wird auch draußen erweiterte Sitzplatzkapazitäten anbieten.

Es wird keinen Stundentakt geben, sondern die Züge verkehren nach Regelfahrplan am Samstag ab 13.15 Uhr und am Sonntag ganztägig. Die beliebten Oldtimer-Omnibusfahrten werden parallel zum Zugverkehr wie geplant stattfinden, am Samstag ab 14.30 Uhr. Allerdings können keine Gäste zu einem offiziellen Oldtimertreffen eingeladen werden – das wäre eine verbotene Großveranstaltung. Aber Oldtimerfreunde sind mit ihren Schätzen zu einem zwanglosen Treffen willkommen.

An allen Betriebstagen wird nach Regelfahrplan gefahren: Die Abfahrt der Züge in Neresheim ist um 10.05, 11.20, 13.15, 14.35, 16 und 17.20 Uhr und an der Sägmühle um 10.40, 11.55, 13.50, 15.10, 16.35 und 17.55 Uhr. Der jeweils erste und letzte Zug verkehrt mit Triebwagen T 33, die restlichen Züge als Dampfzüge mit Dampflok 12.

Kurzfristige Informationen auf der Webseite www.hhmb-ev.de oder in Facebook www.facebook.com/haertsfeldbahn

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade