Grundwasserspiegel beschäftigt Egau-Anrainer

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Bei der Vorstandssitzung des Wasserverbandes Egau ist die Grundwassersituation im Einzugsgebiet des Flusses thematisiert worden. Unter anderem besteht die Sorge, dass der Fluss zunehmend austrocknet. Dieser Sorge trat der Vertreter des Landratsamtes Ostalbkreis entgegen. Darüber hinaus sind Aufträge für Sicherheitsanpassungen an den Rückhaltebecken vergeben worden.

Die Sitzung eröffnete Oliver Huber, der Geschäftsbereichsleiter Wasserwirtschaft beim Landratsamt Ostalbkreis, mit einem Vortrag. Er sagte, er wolle dazu beitragen, das Grundwasserverhalten auf dem Härtsfeld anschaulich darzustellen. Vermutet werde oft, dass durch Grundwasserentnahmen im Bereich Neresheim der Grundwasserspiegel abgesenkt werde und dadurch die Egau austrockne.

Dies hänge sehr stark vom jeweiligen Niederschlag ab. Insbesondere die Niederschläge im Winterhalbjahr trügen zur Grundwasserneubildung bei. Nur starke und lang anhaltende Landregen führten auch über das Sommerhalbjahr zu einem Anstieg der Grundwasserstände, da in dieser Zeit große Wassermengen von den Pflanzen aufgenommen werden. Tendenzielle Veränderungen des Grundwasserstandes seien aber nicht zu beobachten. Die Wasserführung der Egau hänge folglich unmittelbar von der Witterung und der Vegetation ab.

Verbandsvorsteher Alfons Jakl sagte, die Sicherheitsanpassung der Rückhaltebecken bleibe nach wie vor ein bestimmendes Thema. Im Mai 2017 waren die Stahl- und Wasserbauarbeiten zur Instandsetzung der neun Hochwasserrückhaltebecken des Verbandes ausgeschrieben worden. Nachdem beim Wasserbau kein Angebot eingegangen war und bei den Stahlbauarbeiten kein Angebot dem ausgeschriebenen Verfahren entsprach, wurde die Ausschreibung aufgehoben. Nach einer neuen Ausschreibung wurden die Stahlbauarbeiten an die Firma Rudolf Mangold, Stahl- und Metallbau aus Ellwangen, zum Preis von 83 000 Euro sowie die Wasserbauarbeiten an die Firma Hermann Fuchs aus Ellwangen für rund 86 000 Euro vergeben.

Parallel dazu wurde mit den Planungen zur Umsetzung der mittelfristigen Maßnahmen am Hochwasserrückhaltebecken „Tiefen Tal“ begonnen. Hier wurde das Ingenieurbüro BFI Zeiser aus Ellwangen mit den ersten Planungsphasen beauftragt. Bei diesem Rückhaltebecken ist insbesondere zu klären, ob die Asphaltdichtung noch funktionsfähig ist und damit im Damm bleiben kann, oder ob diese ausgehoben und entsorgt werden muss.

Probleme mit Hinterlassenschaften der Schwäne

Der Wassererlebnisbereich am Härtsfeldsee, hieß es in der Sitzung weiter, erfreut sich seit seiner Anlegung 2012 großer Beliebtheit. In den letzten Jahren habe es jedoch erhebliche Probleme mit dem Hundekot, aber auch wegen der Hinterlassenschaften der Schwäne gegeben. Diese waren vor allem durch Besucher angelockt worden, die die Tiere mit Brot fütterten.

Zunächst wurden Hundetoiletten aufgestellt. Um das Problem weiter einzudämmen, entschied sich der Verband dafür, den direkt ans Wasser reichenden Bereich durch einen Mattenzaun zum Wasser hin abzugrenzen. Diese Arbeiten werden von der Firma Scherer aus Frickingen ausgeführt. Weitere Bereiche wurden von der Firma Weiß aus Amerdingen mit rund 60 Zentimeter hohen Steinen abgegrenzt. Zur Landseite wurde teilweise eine Abgrenzung mit Baumstämmen geschaffen.

Bei der sicherheitstechnischen Überprüfung des Mehrgenerationenspielplatzes am Härtsfeldsee durch die Dekra gab es keine Beanstandungen. Für den Umbau und die Erweiterung des Kiosks am Härtsfeldsee wurde ein erneuter Antrag auf eine Leader-Förderung gestellt.

Aufgrund der Gleisbauarbeiten der Härtsfeld-Museumsbahn fällt der nordöstlich des Härtsfeldsees gelegene Parkplatz weg. Derzeit wird untersucht, ob zu vertretbaren Kosten im Bereich der nördlichen Zufahrt vier Stellplätze geschaffen werden können.

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