Ein Abend voller Emotionen

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Der Elchinger Chor Elchorado hat auf dem Marienplatz in Neresheim das Musical „Die Schöne und das Biest“ inszeniert.
Der Elchinger Chor Elchorado hat auf dem Marienplatz in Neresheim das Musical „Die Schöne und das Biest“ inszeniert. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

„Die Schöne und das Biest“, die Geschichte um einen verwunschenen Prinzen, dreht sich, wie könnte es anders sein, um die Liebe. Das märchenhafte Musical von Martin Doepke hat jetzt der Elchinger Chor Elchorado auf dem Marienplatz in Neresheim inszeniert.

Um’s vorweg zu nehmen: Das herrliche Ambiente und das engagierte Tanzen, Singen und Spielen der Akteure vor einer prächtigen Kulisse sorgten für einen Abend voller Emotionen und mit einigen Gänsehautmomenten.

Die 450 Zuschauer bei der ausverkauften Vorstellung am Samstag erlebten ein Musical, das keine Wünsche offen ließ. Ein halbes Jahr lang hat sich der Chor unter der Leitung von Florian Hofmann vorbereitet und intensiv geprobt, rund 100 Mitwirkende sind beteiligt. Und es hat sich gelohnt.

Zum Inhalt: In einem Dorf herrscht reger Betrieb. Der reiche Kaufmann Wilhelm (Nicolai Glatzel) lässt es sich gut gehen. Er hat drei Töchter, die etwas zickige Ilse (Lisa Kaufmann), die einfältige und bösartige Grete (Alina Schiele) und die schöne und kluge Bella (Franziska Graf). Mit von der fröhlichen Partie sind der dumme Aufschneider Gustav (Dennis Glatzel), der Wirt (Berthold Hochstatter) und der Bauer (Wolfgang Apprich). Gustav bemüht sich ständig erfolglos um die schöne Bella. Eines Tages verliert der Kaufmann durch ein Schiffsunglück seinen Reichtum, das ganze Dorf stürzt in tiefe Verzweiflung.

Das Biest muss zu lieben lernen

In einem verwunschenen Schloss lebt ein Prinz, der einst wegen seiner Grobheit und Unmenschlichkeit von einer Fee (Alexandra Schütz) in ein hässliches Biest (Dieter Puscher) verwandelt wurde. Erst wenn das Biest zu lieben lernt und auch selbst Liebe empfängt, kann der Fluch gebrochen werden. Auf dem Schloss sind noch die ebenfalls verwunschene Sessel (Claudia Baum), Lumina (Lara Kortyka), Miss Teapot (Kristin Schütz), der Diener Tick-Tack (Dominik Mailänder), Haushälterin Mathilde (Anita Apprich) und Hofmusikantin Cello (Veronika Abt).

Eines Tages verirrt sich Vater Wilhelm auf das Schloss und trifft dort das Biest. Dieses verspricht ihm ewigen Reichtum, wenn er ihm eine seiner Töchter ausliefert. Es ist Bella, die dieses Opfer auf sich nehmen will. Schon bei der ersten Begegnung mit dem Biest entwickelt sie Gefühle für ihn. Das Biest erkennt durch eine Fee (Andrea Beyrle) seine Hartherzigkeit und will sich ändern.

Doch Bella kehrt in das Dorf zurück. Dort entscheidet sie sich endgültig gegen Gustav, der immer plump um ihre Hand anhält. Daraufhin hetzt Gustav das ganze Dorf gegen das Biest auf und versucht ihn zu töten. Im letzten Moment erkennt Bella ihre Liebe zum Biest und gesteht ihm diese. Dadurch ist der Fluch gelöst und das Biest verwandelt sich in einen schönen Prinzen. Bella und der Prinz singen ein Liebesduett und feiern eine fröhliche Hochzeit.

Der Chor hat ein großes Lob für diese Inszenierung verdient. Es war alles live gesungen, Orchester und Darsteller harmonierten prächtig und die Tanzeinlagen komplettierten das bunte Bild. Insbesondere Franziska Graf als die schöne Bella absolvierte ein großes Pensum und überzeugte mit ihrer schönen Stimme, aber auch Dieter Puscher als Biest und die anderen Darsteller agierten bravourös. Das Publikum belohnte den Chor mit stehendem Applaus für diese gelungene Aufführung.

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