Dominik Martin mit über 95 Prozent wiedergewählt

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Der neue Bezirksvorstand.
Der neue Bezirksvorstand. (Foto: JU)

Auf dem Bezirkstag der Jungen Union (JU) Nordwürttemberg in Neresheim ist der 28-jährige Bezirksvorsitzende Dominik Martin aus Lauda-Königshofen mit 95,8 Prozent erneut zum Vorsitzenden des mitgliederstärksten JU Bezirksverbands in Baden-Württemberg gewählt worden.

Dominik Martin ging in seiner Rede besonders auf den konservativen Anspruch der Partei ein: „Konservativ zu sein, heißt an der Spitze des Fortschritts zu stehen“, so Martin. Dazu zähle für die JU nicht nur der dringende Ausbau von Glasfasernetzen. Auch in Sachen Arbeitszeiten sei künftig mehr Flexibilität gefordert. Die JU fordere daher unter anderem, die Aufhebung der starren Arbeitszeitbegrenzung von acht beziehungsweise maximal zehn Stunden.

Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf plädierte ebenfalls dafür, dass die CDU „konservativ-patriotische Positionen beziehen“ solle, um für die Sicherheit Deutschlands und in Europa sorgen zu können. Weiter forderte Wolf, dass im europäischen Strafregister endlich auch Straftaten von Bürgern aus nicht EU-Staaten aufgenommen werden.

Steffen Bilger, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, warnte in seiner Rede vor Dieselfahrverbote. Die seien nicht im Sinne der Christdemokraten. Bilger mahnte in diesem Zuge, dass EU-Vorgaben „gut überlegt“ sein sollten. In Stuttgart und im ganzen Land hänge „viel zu viel von der Automobilindustrie ab, als dass Verbote unterstützt werden können“, betonte Bilger.

Europa war das zweite große Hauptthema des JU Bezirkstages. Im Mai 2019 stehen die Europawahlen an und mit Theresia Lanig, Sonja Grässle, Matteo Hemminger, Thrasivolous Malliaras und Ann-Cathrin Simon werden voraussichtlich gleich fünf JU-Mitglieder aus Nordwürttemberg auf der Europaliste vertreten sein. Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, war Hauptredner am zweiten Tag des Bezirkstags und erklärte, dass für die junge Generation offene Grenzen in Europa wichtig seien.

Die Europaabgeordnete Dr. Inge Gräßle warb für internationale Zusammenarbeit und für die Einhaltung der Rechtsvorschriften innerhalb der EU.

Die JU Nordwürttemberg beschloss neben ihren Positionen zur Digitalisierung auch ihren Standpunkt zum Schutz ungeborenen Lebens. „Für die JU ist klar, dass das der Schutz ungeborenen Lebens zum Kern der Menschenwürde gehört. Daher setzten wir uns dafür ein, dass Schwangerschaftsabbrüche nicht beworben werden dürfen“, so der Bezirksvorsitzende Dominik Martin im Nachgang der Veranstaltung.

Der neue Bezirksvorstand:

Über 130 Delegierte wählten in der Neresheimer Härtsfeldhalle einen neuen Bezirksvorstand. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Michael Lehman (Heidenheim) und Ann-Cathrin Simon (Rems-Murr-Kreis) wiedergewählt. Auch dem Finanzreferenten Johannes Gresser (Ostalb) und der Pressesprecherin Sonja Grässle (Göppingen) schenkten die Delegierten wieder ihr Vertrauen. Das Amt des Bildungsreferenten übernimmt nun Thrasivolous Malliaras (Stuttgart), neuer Medienreferentin ist Jan-Alexander Nehring (Ludwigsburg) und das geschaffene Amt des Mitgliederreferenten übernimmt Matthias Miller (Böblingen). Weiter komplementieren den neuen Bezirksvorstand, der nun auf zwei Jahre gewählt wurde, zehn Beisitzer: Stefan Baumhauer (Göppingen), Stephan Borg (Schwäbisch Hall), Maximilian Fiel (Esslingen), Andreas Hackel (Heilbronn), Leon Kolb (Böblingen), Marie-Sophie Lanig (Main-Tauber), Silke Mittnacht (Main-Tauber), Leonard Rzymann (Stuttgart), Stefanie Sonnentag (Hohenlohe) und Alena Winter (Ostalb).

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