Bewohner der Samariterstiftung und Schüler des Werkmeister-Gymnasiums gestalten eine Ausstellung

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 Am Kunstprojekt „Figuren im Farbraum“ waren Bewohner der Samariterstiftung und Schüler des Werkmeister-Gymnasiums beteiligt.
Am Kunstprojekt „Figuren im Farbraum“ waren Bewohner der Samariterstiftung und Schüler des Werkmeister-Gymnasiums beteiligt. (Foto: Hügler)
Edwin Hügler

Mit Herz, Geist und Hand haben in Neresheim bei einem gemeinsamen Projekt Bewohner der Samariterstiftung und Schüler des Werkmeister-Gymnasiums beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Im Rathaus sind jetzt die Bilder unter dem Titel „Figuren im Farbraum“ und Tonarbeiten zu sehen.

„Mit dieser Ausstellung ist Wärme in den Raum eingezogen“, betonte Bürgermeister Thomas Häfele. Er sprach von einem „wunderbaren Projekt“, das unbedingt wiederholt werden müsse. Sein besonderer Dank galt den beteiligten Menschen mit Behinderung und den Schülern sowie der Kunstlehrerin Rebekka Malter vom Werkmeister-Gymnasium und Kunsttherapeutin Regina Werner von der Samariterstiftung, die das Projekt geleitet haben.

Schulleiter Günter Mößle hob hervor, dass bereits seit Mitte 2017 eine Bildungspartnerschaft zwischen dem Gymnasium und der Samariterstiftung bestehe. Die sozialen Kontakte von Schülern und von Menschen mit Behinderung seien für beide Seiten bereichernd und führten zum Abbau von Vorurteilen. Rebekka Malter empfand es als äußerst positiv, dass sich in Neresheim Menschen mit Behinderung selbstverständlich in der Stadt bewegen und Kontakte knüpfen. Durch Begegnung entstehe Toleranz.

Das Kunstprojekt habe gezeigt, dass auch bei Menschen mit Behinderung künstlerische Talente schlummerten. Man habe sowohl im Gymnasium als auch in der Samariterstiftung die Aquarelle, Zeichnungen und Plastiken gefertigt. „Das Projekt war so herrlich und begeisternd, ich danke allen, die mitgewirkt haben“, sagte Regina Werner.

Die Leiterin des Wohnbereichs der Samariterstiftung, Gisela Graf-Fischer, sprach von „Begegnungen auf Augenhöhe“ bei diesem Projekt. Der Optimismus, die Schaffenskraft und die Begeisterung waren spürbar. Drei Schülerinnen des Werkmeister-Gymnasiums schilderten ihre Eindrücke und betonten, dass Menschen mit Behinderung sie dazu inspiriert hätten, auch mal die Seele baumeln zu lassen.

Die Vernissage wurde von der inklusiven Band „Cambio Percussion“ musikalisch umrahmt. Bis zum 31. Januar sind zu den Öffnungszeiten des Rathauses die Werke von Andrea Meyer, Petra Maier, Gertrud Schäffler, Marc Eßlinger, Michael Schlipf, Katinka Bruckmeier, Aileen Fritz, Michel Kröncke, Suzan Melchionda, Manuela von Siegroth, Florian Goller, Liliane Hahn, Stefanie Kaim, Emily Litke, Roman Samarsky und Mara Rosa Stern zu sehen.

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