„Bettler“ spendet für „Nördlinger Hilfe in Not“

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 Spendenübergabe der Neresheimer Landsknechte.
Spendenübergabe der Neresheimer Landsknechte. (Foto: Theresa Traber)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Bereits im Jahr 2016 war die Idee der Neresheimer Landsknechte ein passendes Puzzleteil im Festgeschehen. Damals hatte der Bruder des Hauptmanns der Neresheimer Landsknechte, Vittorio Tartaglia, kein Kostüm, um am Lagerleben mitmachen zu können.

Kurzerhand war die Idee geboren, sich als Bettler zu verkleiden und am Lagerleben teilzunehmen und letztlich auch sich mit diesem Kostüm in das städtische, mittelalterliche Treiben mit einzubinden.

Und wie im Jahr 2016 hatten die Neresheimer Landsknechte in diesem Jahr wieder ihr Lager auf dem Hafenhausplatz aufgeschlagen und der Bruder des Hauptmanns, Claudio Tartaglia, war Teil des Lagerlebens, ging aber auch als Bettler durch die Straßen und Gassen der Altstadt.

Und wie eine Delegation der Landsknechte, ebenfalls wieder kostümiert, nun Oberbürgermeister Hermann Faul und Hauptamtsleiter Peter Schiele mitteilen konnten, war die Aktion ein schöner Erfolg. Sie konnten 600 Euro Spendengelder übergeben.

Und wie Vittorio Tartaglia jetzt auch Oberbürgermeister Faul mitteilen konnte, haben ihn einige Besucher wiedererkannt und gerne für die Stiftung „Nördlinger Hilfe in Not“ gespendet. Wie Vittorio hinzufügte, zeigte er sich über die vielen Spenden und Gaben, die ihm von den Besuchern des Stadtmauerfestes als verkleideten „Bettler“ gegeben wurden, sehr angetan.

Der Hauptmann, Claudio Tartaglia, ergänzte, dass die gesamte Gruppe sich äußerst engagiert beim Stadtmauerfest präsentiert und lobte die vorbildliche und gute Organisation. „Auch im mittelalterlichen Treiben war es sicher Gang und Gebe, dass Bettler durch die Gassen zogen. Wir haben dies aufgegriffen, aus der Not eine Tugend gemacht und Vittorio Tartaglia hat in drei Tage insgesamt 470 Euro erhalten.“

Die Landsknechte haben diesen Betrag auf 600 Euro aufgerundet und übergaben einen entsprechenden Scheck an Oberbürgermeister Hermann Faul, mit der Hoffnung auch in drei Jahren beim historischen Stadtmauerfest wieder ein Lager innerhalb der Stadtmauer, am liebsten wieder am Hafenmarkt, aufbauen zu dürfen.

Peter Schiele, Hauptorganisator des Historischen Stadtmauerfestes, sprach ebenfalls ein großes Lob den Neresheimer Landsknechten für ihr gelungenes Lager und die prima Idee aus, einen der ihren als „Bettler“ in das Festgeschehen mit einzubinden.

Oberbürgermeister Hermann Faul skizzierte noch kurz die vielfältigen Tätigkeiten der Stiftung „Nördlinger Hilfe in Not“ und dankte der sich erneut in historische Gewänder gekleideten Gruppe aus Neresheim für die „großzügige Spende“.

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