Die Spendenübergaben im Kindergarten (linkes Bild) und im Kinderdorf Unterriffingen.
Die Spendenübergaben im Kindergarten (linkes Bild) und im Kinderdorf Unterriffingen. (Foto: Fotos: privat)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Der Gottesdienst am ersten Adventssonntag mit anschließendem Adventsmarkt ist in Dorfmerkingen mittlerweile zur Tradition geworden. Dabei ist diesmal ein Reinerlös von 1500 Euro erzielt worden, der vor kurzem an verschiedene Einrichtungen für Kinder gespendet wurde.

Eine Spende von 300 Euro überreichte Susanne Hirschmann im Namen des Familiengottesdienstteams und der Gruppe Exodus an den Kindergarten Dorfmerkingen, vertreten durch die Leiterin Ulrike Gump.

Eine Spende von 600 Euro überreichte eine Gruppe aus Vertretern vom Kindergottesdienstteam, dem Kirchengemeinderat und der Gruppe Exodus dem Kinderdorf Sankt Josef in Unterriffingen. Der Leiter des Kinderdorfs, Erich Staudenmaier, begrüßte die Delegation und erzählte zuerst über die Entstehung des Kinderdorfes Sankt Josef, eine Franz-von-Assisi-Einrichtung, und zeigte anschließend das Gelände, das in dieser Form seit 1967 besteht. In acht Wohngruppen, darunter mehreren Intensivwohngruppen bietet das Kinderdorf 57 Kindern und Jugendlichen einen Platz. Sankt Josef ist seit vielen Jahren auf intensive Betreuungsformen spezialisiert, unter anderem für Mädchen mit emotionaler Instabilität oder Traumata. Aber auch kleine Kinder ab zwei Jahren und Jugendliche mit unterschiedlicher Problematik finden in Unterriffingen einen Schutz- und Entwicklungsraum.

Der Großteil der Kinder und Jugendlichen bleibt ein bis zwei Jahre in dieser Einrichtung, viele aber auch mehrere Jahre, manche bis zur Volljährigkeit. Das Wichtigste ist dabei, ihnen und ihren Familien ein lebensbejahendes Betreuungsangebot in einem förderlichen und positiven Umfeld anzubieten und sie aktiv einzubinden. Das bedeutet auch, dass die Bewohner ihren Alltag und das Geschehen im Kinderdorf engagiert mitgestalten und Verantwortung übernehmen dürfen und müssen. So waren die Kinder und Jugendlichen bei der Planung des Naturspielplatzes eingebunden, sind für die Pferde, die auf dem Gelände leben, mitverantwortlich und haben die in die Jahre gekommenen Heimregeln vor kurzem auf demokratischem Weg mit den Erziehern neu ausgehandelt und definiert. Das Ziel der Therapie im Kinderdorf besteht stets darin, dass die Kinder ein selbstwirksames und später auch eigenständiges Leben führen und möglichst wieder in ihre Familien zurückkehren können.

Daneben gibt es auf dem Kinderdorfgelände die Außenstelle der Canisius-Schule für Erziehungshilfe und im Dorf den Regelkindergarten Sankt Maria. Außenwohngruppen in Unterriffingen, Oberriffingen und Aalen, die familienorientierte Schülerhilfe (FOSH) an der Schule am Ipf in Bopfingen sowie ambulante Hilfen in der Region Aalen und Bopfingen runden das Angebot des Kinderdorfes Sankt Josef ab.

Eine weitere Spende in Höhe von 600 Euro wurde an SOS Kinderdörfer Deutschland überwiesen.

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