Im Hülener Ortschaftsrat wurde über den zunehmenden Durchgangsverkehr diskutiert. Auf Grund von Stau auf der B29 zwischen Westh
Im Hülener Ortschaftsrat wurde über den zunehmenden Durchgangsverkehr diskutiert. Auf Grund von Stau auf der B29 zwischen Westhausen und Aalen nimmt dieser zu. Einen Blitzer als verkehrsberuhigende Maßnahme Richtung Waldhausen zu verschieben wurde bei der Verkehrsschau vorerst abgelehnt. (Foto: Franz Mayer)
Franz Mayer

Mit Sorgen über eine stark steigende Dichte des Durchgangsverkehrs im Lauchheimer Teilort Hülen hat sich der neu bestellte Ortschaftsrat in seiner ersten Sitzung beschäftigt. Außerdem wurden mögliche Schutzmaßnahmen für Fußgänger diskutiert.

Die 30er-Zone in der Aalener Straße sollte dem Wunsch von Anliegern entsprechend nach Arlesberg hin verlängert und beim Kindergarten ein Zebrastreifen angebracht werden. Eine Liste mit 80 Unterschriften und ein Schreiben hierzu hat Arsenti Nazarenus in der Bürgerfragestunde Ortsvorsteher Andreas Walter übergeben. Nazarenus wohnt in der Siedlung bei der Aalener Straße, ist im Rettungswesen tätig und schilderte ein dort zunehmendes Gefährdungspotential für Kleinkinder.

Dabei kam auch zur Sprache, dass aufgrund von Straßenverstopfungen auf der B29, besonders im Abschnitt Westhausen-Aalen, immer mehr Verkehrsteilnehmer aus dem Lauchheimer Hinterland den Weg über die Kapfenburg wählen. „Ich sehe das mit Augen, die verunglückte Kinder auf der Straße gesehen haben“, schilderte Rettungssanitäter Arsenti Nazarenus die Dringlichkeit.

Wie schon unter seinem Vorgänger werde die Belastung der Bürger infolge eines ständig steigenden Durchgangsverkehres in Hülen das Dauerthema für die Arbeit des Ortschafrats bleiben, so Ortsvorsteher Andreas Walter. Er trug die Ergebnisse der Verkehrsschau vor, wonach eine von Hülen geforderte Versetzung von einem der beiden Blitzer, in die Nähe des Ortseingangs von Waldhausen her, abgelehnt wurde.

Auch über Ellenberg wurde diskutiert und die Frage gestellt, warum dort Zebrasteifen und Ampel installiert worden seien und in Hülen nicht. Bürgermeisterin Andrea Schnele, die bei der letzten Verkehrsschau nicht dabei war, will bei der nächsten, die noch in diesem Jahr stattfinden soll, die Dringlichkeit in Hülen vorbringen.

Modelldörfer zur Förderung des Fußgängerverkehrs gesucht

Ortsvorsteher Andreas Walter stellte auch die Möglichkeit vor, sich für ein von der Landesregierung aufgelegtes Programm als Modelldorf zur Förderung des Fußgängerverkehrs zu bewerben. Bürgermeisterin Andrea Schnele zeigte sich zu diesem Vorhaben skeptisch: „Ich frage mich ob das für Hülen das richtige Programm wäre.“ Zudem müsse die Ausarbeitung der Bewerbung für die ganze Gemeinde erfolgen. Die Beteiligten der Sitzung einigten sich schließlich darauf, dass der Ortschaftsrat Hülen seinen Teil für eine mögliche Bewerbung für dieses Landesprogramm ausarbeitet und drei Wochen vor der September-Gemeinderatssitzung bei der Verwaltung vorlegt.

Anschließend wurde im Ortschaftsrat auch nochmal über die Wahl des Ortsvorstehers gesprochen. Mutmaßungen über Beweggründe des Gemeinderats Andreas Walter zum Ortsvorsteher zu wählen, gepaart mit Unterstellungen, brachte Josef Lindenmeier vor, als es darum ging dem Gemeinderat eine Person zur Wahl des stellvertretenden Ortsvorstehers zu benennen. Bürgermeisterin Andrea Schnele bremste ihn in seinem „Frustrations- Rundumschlag“, stellte sich schützend vor „ihren“ Gemeinderat und sagte, es gehe um einen Wahlvorschlag. Dann nannte Lindenmeier Eva Rösler als Kandidaten für den Stellvertreterposten, die einstimmig gekürt wurde.

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