Die Jagst ist ein Stück näher gerückt

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Schwäbische Zeitung

Am späten Sonntagnachmittag ist im Rahmen eines Festaktes der neue Stadtpark in der Jagstaue seiner Bestimmung übergeben worden. Landschaftsarchitekt Andreas Walter hat den Park und eine im selben Zuge geschaffene Renaturierung eines Teilstücks des Jagstlaufs geplant und die Baumaßnahmen begleitet.

Sommerliche Temperaturen lockten viele Besucher zu diesem Ereignis in die Jagstaue. Doch gerade als Pfarrer Pius Adiele und Kirchengemeinderat Martin Gerken, der die evangelische Pfarrerin Damaris Langfeldt vertrat, den Segen Gottes für die Anlagen erbaten, kam dieser tatsächlich von oben – und zwar in Form eines kurzen Regengusses. Das Verweilen im Park war dadurch ebenso etwas getrübt wie die anschließend geplante Bewirtung von Ehrengästen auf der Wiese beim Tennisclub. Doch die Grußworte waren gesprochen. Einige Ehrengäste wagten sogar eine Überquerung der Jagst auf den Hüpfsteinen, eine Attraktion beim Fußgängersteg, die den Park mit dem Siedlungsgebiet „Rotes Feld“ verbindet.

Lob für Architekt Walter

Das Werk von Andreas Walter, Ortsvorsteher in Hülen und Mitglied des Lauchheimer Gemeinderats, fand Anerkennung in Ansprachen von Regina Gloning vom Verein „Regionalentwicklung Jagstregion“, Landrat Klaus Pavel und Bürgermeister Andrea Schnele, die neben den Bürgermeistern aus den Nachbargemeinden besonders den CDU-Landtagsabgeordneten Winfried Mack begrüßt hatte. Auch Ihm gebühre Dank, erinnerte der Landrat, weil er sich für die Zuschüsse für beide Projekte in Höhe von insgesamt 380 000 Euro bei den Landesbehörden eingesetzt habe.

Ein Ort für Jung und Alt

Als einen Ort der Begegnung für Jung und Alt wünscht sich die Stadtverwaltung die Anlage mit Boule- und Schachspielfeld, Mehrgenerationen Fitness-Geräten, eine Sitzarena aus Muschelkalkblöcken als Möglichkeit für Unterricht im Freien und Ruhebänken. Und auch romantisch könnte es werden, wie es der Gesangverein Concordia im Oldy aus den frühen Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts besang: „Gehn sie aus im Stadtpark die Laternen, bleibt uns zwei der Sternenschein.“ Die Concordia hatte zusammen mit der Stadtkapelle zur musikalischen Gestaltung des Nachmittags beigetragen.

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