Crossover-Projekt startet auf der Kapfenburg

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Der Spitzengitarrist Siggi Schwarz (Mitte links, mit E-Gitarre) und die Junge Philharmonie Ostwürttemberg unter Leitung von Uwe
Der Spitzengitarrist Siggi Schwarz (Mitte links, mit E-Gitarre) und die Junge Philharmonie Ostwürttemberg unter Leitung von Uwe Renz (Mitte rechts, sitzend) gehen gemeinsam das Crossover-Musikprojekt an. (Foto: Hannah Schulze)
Johannes Müller

Tickets für die Konzerte sind unter www.jpo-w.de und an allen bekannten Vorverkausstellen, unter anderem bei den Tourist-Informationen Aalen, Ellwangen, Göppingen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd, erhältlich.

Erstmals präsentiert die Junge Philharmonie Ostwürttemberg (JPO) ein Crossover-Projekt. Die 60 Jungmusiker unter Leitung von Uwe Renz haben sich dazu den Spitzengitarristen und großartigen Sänger Siggi Schwarz mit seiner Band als Partner eingeladen. Geprobt wird seit Tagen auf der Kapfenburg, gespielt wird in drei Konzerten am Sonntag, 9.September, um 19 Uhr in der Stadthalle Aalen, am Freitag, 14. September, um 20 Uhr in der Stadthalle Göppingen und am Samstag, 15. September, um 20 Uhr im Stadtgarten Schwäbisch Gmünd.

„Das wird ein kulturelles Highlight auf der Ostalb“, schwärmt Landrat Klaus Pavel, Schirmherr der Jungen Philharmonie, am Dienstag bei einem Pressegespräch auf der Kapfenburg. Pavel brachte Erfahrungen als Bass-Gitarrist in seiner Jugend mit ein. Auf der Kapfenburg proben die Musiker zwischen zwölf und 24 Jahren mit spürbarer Begeisterung. Auch singen dürfen sie bei diesem tollen Konzert unter dem Motto „Milestones of Rock“, also Meilensteine der Rockmusik. Am Donnerstag kommt Siggi Schwarz mit seiner Band dazu. Auf dem attraktiven Programm stehen Rock-Highlights der 70er und 80er Jahre wie „Stairway to Heaven“, „Hotel California“, „Eye of the Tiger“, „Africa“ oder „Final Countdown“.

„Wir haben einen Mordsspaß bei den Proben“, kommentiert Uwe Renz seine Arbeit mit diesem für das Ensemble neuen Musikstil. „Wir lernen viel daraus, weil bei dieser Musik nicht nur das Notierte gespielt wird, sondern weil der Sound in erster Linie grooven muss,“ erläutert er den Unterschied. Renz sieht dabei eine Parallele zum Wiener Walzer, bei dessen Interpretation auch das Feeling im Vordergrund steht. Bei den Proben hilft die Begeisterung seiner Musiker kolossal. „Privat hören wir ja auch Rock und Pop, da ist diese Musik nichts Ungewohntes für uns“, pflichten einige der Orchestermitglieder bei.

„Es läuft überraschend gut“, lobt Siggi Schwarz, für den Crossover-Projekte von Rock zu Klassik nichts Neues sind. Erste Erfahrungen hat er damit 2015 in seiner Heimatstadt Heidenheim im Rahmen der dortigen Opernfestspiele gemacht. Auch mit den Stuttgarter Philharmonikern hat er schon gemeinsam gespielt. Die Zusammenarbeit mit Uwe Renz und seinen JPO-Musikern findet er ausgesprochen interessant.

Siggi Schwarz als inzwischen 60-jähriger europaweit renommierter Spitzengitarrist blickt auf prägende gemeinsame Auftritte mit den Heroen der Rockszene zurück. Er stand mit Bryan Adams, Carlos Santana, The Who, den Scorpions und vielen anderen auf der Bühne und produzierte Musik für den Hollywood-Film „Kung Fu Panda II“. 15 CDs hat er veröffentlicht und bei über 50 weiteren mitgewirkt. Auch für das aktuelle Programm mit der JPO hat er eigene Titel beigesteuert.

Tickets für die Konzerte sind unter www.jpo-w.de und an allen bekannten Vorverkausstellen, unter anderem bei den Tourist-Informationen Aalen, Ellwangen, Göppingen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd, erhältlich.

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