Bürgerbegehren gegen Parkplätze in Lauchheim

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 Diese Wiese darf nicht zum Parkplatz werden sagen Undine Sailer, Harald Mattheiss und Rainer Nicht.Foto: Franz Mayer
Diese Wiese darf nicht zum Parkplatz werden sagen Undine Sailer, Harald Mattheiss und Rainer Nicht. (Foto: Franz Mayer)
Franz Mayer

Zum ersten Mal in der Lauchheimer Stadtgeschichte könnte ein Bürgerbegehren statuiert werden. Es richtet sich gegen die von der Stadtverwaltung beabsichtigte Schaffung 25 weiterer Parkplätze in der Gartenstraße. Inzwischen haben sich schon 840 Bürger auf einer Unterschriftenliste gegen das Vorhaben eingetragen.

Der Lauchheimer Harald Mattheiss plant ein Bürgerbegehren gegen die geplanten 25 neuen Parkplätze in der Lauchheimer Gartenstraße. Er hat einen Antrag hierzu bei der Stadtverwaltung eingereicht. Er begründet ihn damit, dass die von der Stadtverwaltung geplanten Parkplätzen auf einem städtischen, renaturierten Grundstück in der Jagstaue „völlig sinnlos sind.“

Im Mai dieses Jahres hat Harald Mattheiss im Rahmen einer Gemeinderatssitzung Bürgermeisterin Andre Schnele eine Liste mit 700 Unterschriften von Bürgern gegen diese Parkplätze überreicht. Jetzt seien nochmals 140 Unterschriften dazu gekommen und es könnten noch mehr werden sagt er, als Vertrauensperson des beansichtigten Bürgerbegehrens. Bekräftigt wird er von seiner Stellvertreterin Undine Sailer.

In ihrer Begründung sagen die Parkplatzgegner, dass die geplanten Parkplätze nur über schmale Wohnwege zu erreichen wären und entlang einer Sackgasse mit einem beliebten Fuß- und Radweg zum Roten Feld entstünden. Weiter sei zu beachten, dass in der Gartenstraße bereits 50 Parkplätzen, vom Haus Linke bis zur Jagstbrücke, bestünden und diese würden nur wenig angenommen. Des weitern wird daran erinnert, dass die Schaffung dieser Parkplätze ein massiver Eingriff in die Natur wäre.

Bevor es zu einem Bürgerentscheid käme, hätte die Stadtverwaltung acht Wochen Zeit ihr Bauvorhaben zurückzunehmen, sagt Harald Mattheiss. In ihrem Antrag macht die Bürgerinitiative auch einen Vorschlag zur „Schaffung öffentlicher Parkplätze.“ Sie erinnern den Gemeinderat an die bereits lang diskutierten „40 Parkplätze auf dem Tuchwasen.“ Diese wären sichtbar, sinnvoll, könnten ohne größere Erdbewegungen sehr billig realisiert werden und wären eine Entlastung der Parkplatzmisere im Stadtkern.

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