Abgeordnete sind für Naturschutzprojekt

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 Im Kugeltal bei Lauchheim soll, wie in Brandenburg, mit Wisenten für die Beweidung gesorgt werden. Das stellt sich zumindest ei
Im Kugeltal bei Lauchheim soll, wie in Brandenburg, mit Wisenten für die Beweidung gesorgt werden. Das stellt sich zumindest eine lokale Umweltschutzorganisation vor. Die beiden Abgeordneten – Mack und Kiesewetter – unterstützen diesen Vorschlag. (Foto: Symbol: DPA)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Eine lokale Umweltinitiative will im Kugeltal zwischen Hülen und Beuren eine extensive Beweidung mit Wisenten vornehmen. Der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter (CDU) und Landtagsabgeordneter Winfried Mack (CDU) setzen sich für dieses Naturschutzprojekt ein.

In einem Brief an den baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller schreiben die beiden Abgeordneten Kiesewetter und Mack: „Eine Umweltinitiative in unserem Wahlkreis Aalen beabsichtigt, im Kugeltal zwischen Lauchheim-Hülen und Aalen-Beuren eine schonende, naturgerechte Waldweide zu reaktivieren.“

Der Bereich des Kugeltales sei ökologisch sehr wertvoll, daneben liege der Bereich des ehemaligen Munitionsdepots, welches erst kürzlich zurückgebaut wurde. Dadurch würde diese Waldweide zu Naturschutzzwecken nicht in den Waldbestand im engeren Sinne eingreifen. „Der Wald wird sich in einen lichten Wald verändern, ideal im Sinne des Naturschutzes“, schreiben die beiden Abgeordneten weiter in ihrem Brief. Die Waldweide sei eine Ausgleichsmaßnahme für die in der Nähe neu erstellten Windkraftanlagen.

Zusätzlich zur Beweidung könnten Informationstafeln aufgestellt werden, die die Erholungssuchenden über das Waldweide-Projekt informieren, so der Vorschlag der Abgeordneten. Insbesondere sollte dort auf die Vorteile für die Biodiversität und die extensive Beweidung hingewiesen werden, damit keine Missverständnisse beispielsweise in Bezug auf die Degradation durch die frühere Waldweide entstehen, die im Gegensatz zur angestrebten extensiven Landschaftspflege steht. Dadurch sei die Waldweide auch eine Möglichkeit zur Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Erste Wisentweide in Baden-Württemberg

Die Beweidung soll durch Tierhalter aus der Umgebung durchgeführt werden. „Als Weidetiere schlagen wir die ursprünglich heimischen, aber bei uns ausgestorbenen Wisente vor“, schreiben Mack und Kiesewetter in ihrem Brief an den Umweltminister des Landes. „Das wäre in unserem Bundesland die erste Wisentweide – in Bayern, NRW und Brandenburg gibt es schon Wisentweiden.

Das genaue Beweidungskonzept soll erst erstellt werden, wenn das Projekt in seinen Grundzügen für genehmigungsfähig befunden wird. „Wir bitten Sie, dieses Projekt zu befördern und zu bezuschussen“, bitten beide Abgeordnete um Unterstützung.

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