Eine wahre Solistenparade bot das Werkstattkonzert der Esslinger Hornblower Bigband.
Eine wahre Solistenparade bot das Werkstattkonzert der Esslinger Hornblower Bigband. (Foto: Franz Mayer)
Franz Mayer

Mit 300 Besuchern ist das Werkstattkonzert der Hornblower Bigband aus Esslingen auf der Kapfenburg sehr gut besucht gewesen. Der Bigband, die sich 1992 an der damaligen sozialpädagogischen Hochschule formierte, gelang es, auf besondere Weise gelungen die Besucher mitzunehmen.

„Ihr seid ja ein Wahnsinnspublikum“, begrüßte Bandleader Bernd Oppolzer, überwältigt vom Andrang, die Gäste im Trude-Eipperle-Saal. Sofort sprang der Funke über. Von Beginn an gab es reichlich Szenenapplaus für jeden einzelnen der knapp 20 Musiker.

Schon beim ersten Titel „Got To Get You Into My Life“, von den Beatles. Immer wieder brandete Applaus auf offener Szene auf, sobald sich ein „Hornblower“ zum Soli erhob. Davon gab es unzählige, quer durch alle Register, die, besetzt mit gestandenen Musikern auch etwas Oldie-Romantik versprühten. Dabei lebten Evergreens ebenso auf wie Musik zum Träumen und Werke zeitgenössischer Komponisten. Zu ihnen zählt Rainer Tempel, bei dessen Komposition „An hellen Tagen“ besonders das Sopransaxophon brillierte.

„Ach, was muss ich denn jetzt ansagen?“, und manch anderer offene Gedanke von Bernd Oppolzer schufen heitere Stimmung und wurden dem Anspruch „Werkstattkonzert“, das Angebot von Einblicken und der Aufmunterungen zu Fragen, gerecht. Auch die charmante Ansprache ans Publikums mit Blick auf „Halb Eins“ als „Zeitpunkt für Zugaben“, denn „mir hen au langsam Honger“, die lockere Art, unverhohlen mal in der Partitur zu blättern und zur Seite zu gehen, wenn sich Solisten erhoben, gaben der Musikstunde ein herzliches Gepräge. Zu den Glanzlichtern zählten „Dat Dere“ und „Monanin’“ von Bobby Timmons.

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