Patienten des Wemdinger Arztes werden weiterhin kostenlos getestet

 Die Betroffenen können sich weiterhin kostenlos in Monheim testen lassen. Hierfür benötigen sie den Impfausweis, in dem die „Im
Die Betroffenen können sich weiterhin kostenlos in Monheim testen lassen. Hierfür benötigen sie den Impfausweis, in dem die „Impfung“ durch Dr. Holst nachgewiesen ist. (Foto: Sri Loganathan/dpa)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Das Landratsamt des Donau-Ries-Kreises bittet in einer Pressemitteilung um Geduld bei den Antikörpertests. Hintergrund ist der Skandal um den Mediziner in Wemding, der offenbar keine Corona-Impfstoffe verwendet hat. Betroffene Patienten von Dr. Gerhard Holst können sich weiterhin testen lassen, heißt es.

Die Tests seien weiterhin kostenfrei. Durchgeführt werden sie am Testzentrum Monheim. Der Impfpass müsse vorgelegt werden, in dem die Impfung durch den Allgemeinmediziner Holst dokumentiert ist. Dann erfolge ein PCR-Test. Ein digitaler Nachweis sei hingegen nicht ausreichend.

Termine müssten jedoch zuvor über www.donau-ries.de/testen gebucht werden. Nur in Ausnahmefällen seien Terminvergaben auch telefonisch möglich. Wenn allerdings online keine Termine verfügbar sind, gebe es auch per Telefon keine Möglichkeit, an einen Termin zu gelangen.

Antikörpertests brauchen zum Teil Zeit

Die Blutproben werden zurzeit im Labor des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ausgewertet, heißt es vonseiten der Behörde. Anschließend erfolge durch das Gesundheitsamt Donau-Ries eine Bewertung jedes einzelnen Befunds.

Je nach Ergebnis des Befunds kann diese Bewertung unterschiedlich aufwendig sein und die Einbeziehung weiterer Fachstellen erforderlich machen. Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Raffaella Hesse, wird in der Pressemeldung wie folgt zitiert: „Nach den bisherigen Auswertungen der Antikörpertests gibt es einige medizinisch sehr klare Ergebnisse, diese können relativ schnell bearbeitet werden und wurden den Betroffenen, je nach wahrgenommenem Testtermin, auch bereits zugesandt.“

In den übrigen Fällen sei allerdings teilweise jedoch eine aufwendigere, individuelle medizinische Auswertung der Daten erforderlich, die mehr Zeit in Anspruch nehme: „Hierbei achten wir auf größte Sorgfalt. Selbstverständlich setzen wir dennoch alles daran, jeden einzelnen Fall schnellstmöglich auszuwerten,“ so die Leiterin weiter. Betroffene, die deshalb bislang noch kein Ergebnis erhalten haben, werden darum gebeten, von Anfragen zum individuellen Bearbeitungsstand an das Gesundheitsamt abzusehen.

Die Kreisverwaltung rechne allerdings damit, dass alle Befunde bis zum Wochenende versandt werden können. In Einzelfällen könne es sich jedoch noch verzögern. Zunächst würden diejenigen benachrichtigt, bei denen keine Antikörper festgestellt wurden. Diejenigen, die nur eine weitere Impfung benötigen oder eben beide, können sich zwischen dem 16. und 23. Oktober bei einem eigens für die Patienten von Dr. Holst organisierten Impftermin impfen lassen.

Eine Impfung bei anderen Stellen ist selbstverständlich auch möglich, so das Landratsamt abschließend.

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