Gemeinderat fordert die Nachbesserung beim Feldwegebau

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 Angesichts des zum Teil sehr maroden Zustandes der Gemeindeverbindungsstraße Kirchheim und Heerhof mit bis zu zehn Zentimeter t
Angesichts des zum Teil sehr maroden Zustandes der Gemeindeverbindungsstraße Kirchheim und Heerhof mit bis zu zehn Zentimeter tiefen Schlaglöchern, ist die Flurbereinigung bereit die Straße an den schlimmsten Stellen auf einer Gesamtlänge von 780 Metern auszubauen. Die Gemeinde und die Landwirte wünschen sich jedoch einen kompletten Ausbau der Straße. Sie begründen diesen Wunsch mit ihrem Entgegenkommen und dem Flächentausch, ohne den die Renaturierung der Sechta nicht möglich gewesen wäre (Foto: Jürgen Blankenhorn)
Jürgen Blankenhorn

Bei der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung in Kirchheim informierte die leitende Ingenieurin der Flurbereinigung, Brigitte Winkler, die Gemeinderäte über den Stand der Wege- und Gewässerplanung. Dabei wurden auch Möglichkeiten und ergänzende Maßnahmen sowie die Kosten und Aussichten auf Bezuschussung erörtert und hinterfragt.

Bei einer Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung wurden verschiedene Maßnahmen vorgestellt und diskutiert. Während einzelne Maßnahmen im finanziellen Rahmen liegen, sorgten vor allem die Kosten des Ausbaus der Alten Kirchheimer Straße von Kalkofen bis zur Gebietsgrenze für Diskussionen bei den Räten. Da die Widerspruchsbehörde den Antrag ablehnte, müsste die Gemeinde die Kosten für den Ausbau in Höhe von 130 000 Euro voll tragen.

Noch schlimmer trifft es die Gemeinde beim gewünschten Ausbau der 2300 Meter langen Strecke der Gemeindeverbindungsstraße vom Sportplatz Kirchheim über Heerhof bis zum Bienenhaus. Hier würde die Flurbereinigung nur die Kosten für den Ausbau von rund 780 Metern Länge übernehmen. Die Kosten für den Ausbau der Reststrecke würden für die Gemeinde mit 327 000 Euro zu Buche schlagen. Sollte ein unwahrscheinlicher Zuschuss gewährt werden, müsste die Gemeinde immer noch 131 000 Euro für den Ausbau bezahlen. Kosten, die für die Gemeinde in der aktuellen Situation nicht zu stemmen sind.

Aufgrund der Bedeutung der Gemeindeverbindungsstraße forderte Gemeinderat und Vorstandsmitglied der Teilnehmergemeinschaft, Johannes Strauss, die Oberbehörde auf diese Entscheidung nochmals zu überdenken. Denn: Nur durch die Bereitschaft von Kirchheimer Landwirten, in großem Stile Flächen zu tauschen, konnte die Flurbereinigung Oberdorf/Kerkingen und die damit verbundene Renaturierung der Sechtaauen erfolgreich umgesetzt und beendet werden. Durch den Flächentausch sei die Gemeindeverbindungsstraße zur Hauptachse des innerörtlichen landwirtschaftlichen Verkehrs von Kirchheim geworden. Daher stehe die Oberbehörde in seinen Augen hier in der Pflicht und sollte die von den Kirchheimer Landwirten an den Tag gelegte Kooperationsbereitschaft honorieren. Dieser Meinung schlossen sich die anderen Räte einstimmig an.

Da die Gemeinderäte in den ersten beiden Punkten nicht zu einer Einigung gekommen waren, haben sie einstimmig beschlossen, diese zu vertagen. Im Falle der vier weiteren vorgestellten Maßnahmen stimmten die Räte jeweils einstimmig zu.

Vier Maßnahmen werden gebaut

Der Feldweg beim Reimersberg soll von drei Metern auf 3,50 Meter verbreitet und teilweise neutrassiert werden. Durch den Verzicht des Ausbaus der Alten Kirchheimer Straße würden sich die voraussichtlichen Kosten von 57 000 Euro für den Ausbau des stark frequentierten Weges neutralisieren, so dass die Gemeinde für die Mehrbreite noch einen Anteil von 4000 Euro aufbringen muss.

Auch der Saubergles Weg vom Aussiedlerhof Götz zu den Fischweihern Bauer soll ausgebaut werden. Nach Abzug des Zuschusses betragen die Kosten für die Gemeinde noch 20 000 Euro. Darüber hinaus muss die Gemeinde auch 10000 Euro für den Ausbau des Weges bei der Kläranlage aufbringen.

Die Asphaltierung des Pfades zwischen dem Sechtaweg und dem Anwesen Mattausch würde die Gemeinde 5000 Euro kosten. Die Strecke wird vorwiegend von von Wanderern, Spaziergängern und Radfahrern genutzt.

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