Passionsspiele erzählen  die Geschichte des ungläubigen Thomas
Der von Zweifeln geplagte Apostel Thomas ist die zentrale Figur der Passionsspiele in Dirgenheim.
Martin Bauch
Freier Mitarbeiter

Die Premiere der Passionsspiele in Dirgenheim ist gelungen. Mehrere hundert Besucher in der Sankt-Georgskirche sahen die Geschichte vom ungläubigen Thomas. Am Ende gab es stehenden Applaus.

Künftig nur noch alle drei Jahre finden die Passionsspiele in Dirgenheim statt. Die Passion Jesu wird immer aus einem anderen Blickwinkel erzählt. Das macht den Reiz aus. In diesem Jahr haben sich die Darsteller mit der Geschichte des ungläubigen Thomas befasst. Das Stück hat Martin Bernard geschrieben. Vom Manuskript über das Bühnenbild bis hin zu den Kostümen, den Liedtexten und der Musik stammt alles von den Mitgliedern der Passionsspielgruppe. Das wissen auch die zahlreichen Besucher zu schätzen. Die 13 Aufführungen der Gruppe sind meist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Der Erlös wird gespendet.

Ein Mann voll innerer Zerrissenheit

Beim Bühnenbild haben Organisatoren etwas Neues gewagt. Eine große Leinwand macht die Handlung noch abwechslungsreicher. „Das hat hervorragend funktioniert“, freut sich Autor und Regisseur Martin Bernard.

Johannes Putschögl spielt den Apostel Thomas voll innerer Zerrissenheit. Ein Jünger voller Zweifel, der mit sich selbst hadert und zwischen Hoffnung und Zuversicht schwankt.

Eine große Stärke sind wieder der hervorragend eingestimmte Chor und die starken Solisten. Stellvertretend für die vielen guten Laiendarsteller seien die Solistin Christine Müller als Maria von Magdala oder Peter Grimm in der Rolle des Raul genannt.

Für die künstlerisch anspruchsvollen Aufführung gab es am Ende stehenden Applaus von den Zuschauern.

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