Ausstellung zum Wohnprojekt im Kloster von Kirchheim eröffnet

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Ausstellung zum Wohnprojekt im Kloster von Kirchheim eröffnet

Der größer werdende Anteil von älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung Deutschlands zwingt die Gesellschaft, neue Modelle des Zusammenlebens zu erproben. „Wohnprojekte, in denen Menschen sich mit ihren eigenen Möglichkeiten einbringen, erleben ungeheuren Zulauf. Sie sind für jene, die sich auf diese Art des Zusammenlebens eingelassen haben, eine immaterielle „Lebensversicherung“, sagte Alexander Grünenwald von der Bau-Wohnberatung in Karlsruhe.

Viel Erfahrung im Thema

Auf Einladung der Kirchheimer Planungsgemeinschaft „Gemeinsam Wohnen im Klosterhof“ hielt Grünenwald zum Auftakt einer Ausstellung im Rathaus einen Vortrag zum Thema „Gemeinschaftliche Wohnprojekte in ganz Deutschland“. Die Wohn-Bauberatung bringt bereits einiges an Erfahrung zu diesem Thema mit. Jetzt unterstützt und berät sie auch die Kirchheimer Planungsgemeinschaft bei der Umsetzung ihres geplanten Wohnprojekts im ehemaligen Klosterhof. Die Auftaktveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses haben an die 25 interessierte, überwiegend ältere Zuhörer, besucht. Ihr Interesse galt vor allem dem Wohnprojekt im Klosterhof. Dementsprechend konkret waren auch ihre Fragen. Die wichtigste Erkenntnis an diesem Nachmittag war, dass das Kirchheimer Projekt bereits über die Phase einer genehmigten Bauvoranfrage hinaus gereift ist. Eine wichtige Hürde zur Realisierung ist genommen. „Jetzt geht es tatsächlich in den nächsten Schritt, Wohninteressenten zu finden“, sagte der Sprecher der Planungsgemeinschaft Rudolf Egelhofer.

Anders als bei klassischen Bauträgermodellen geht man nicht über Verkaufsanzeigen an die Bevölkerung heran, sondern möchte in Form eines Workshops Interessenten über das Wohnprojekt informieren. „Es wird ein Projekt werden nach Neigung und nicht nach Geldbeutel. Hier bestimmen die späteren Bewohner von Anfang an mit, wie ihr künftiges Zuhause aussehen soll“, sagte Grünenwald.

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