Zwei Kapellen geben Vollgas

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Boten bei ihrem Jahreskonzert am Samstag eine starke Leistung: die Musiker des Musikvereins Jagstzell.
Boten bei ihrem Jahreskonzert am Samstag eine starke Leistung: die Musiker des Musikvereins Jagstzell. (Foto: Wiedenhöfer)
Franziska Wiedenhöfer

Mit seinem Jahreskonzert hat sich der Musikverein Jagstzell einmal mehr selbst übertroffen. Zusammen mit den Musikerinnen und Musikern aus Unterkochen bot der Jagstzeller Verein am Samstag in der Gemeindehalle ein musikalisches Spektakel der Extraklasse. Das abwechslungsreiche Programm bediente alle Geschmäcker – von bekannten Musicaltiteln und Popstücken bis hin zu mitreißenden Polkas reichte die Palette.

Eröffnet wurde das Konzert vom Musikernachwuchs, der die Herzen des Publikums im Sturm eroberte. Die Kinder der musikalische Früherziehung gaben zusammen mit der Blockflöten-Gruppe, der Bläser-AG und dem Jugendorchester Jagstzell/Rosenberg die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven zum Besten. Ein tolles Stück und ein starker Auftritt!

Danach glänzte das Jugendorchester unter der Leitung von Simone Boy mit Titeln aus dem Film „Mamma Mia!“ sowie dem „Yakety Sax“ von James Rich und Boots Randolph. Hierbei tat sich vor allem Solist Thomas Walter am Altsaxofon hervor. „The Charioteers“ von Mike Hannickel trugen die Kleinsten unter der Leitung von Petra Hinkel-Schampel und Ulrike Schenk gekonnt vor. Als Zugabe kredenzte die Jugend noch „Stand By Me“ von Ben E. King.

Weiter ging es danach mit dem Musikverein Jagstzell, der mit der großartigen „Wiener Blut“-Ouvertüre von Johann Strauß Sohn und Max Schönherr fulminant loslegte. Mit der „Jesus Christ Superstar Collection“ wagte sich der Musikverein dann an eines der schwersten Musikstücke, die der Verein je gespielt hat, so Dirigent Klaus Prochaska. Mit dem 20-minütigen Werk aus der Feder von Andrew Lloyd Webber hing die Messlatte hoch – die Kapelle meisterte die Herausforderung an dem Abend aber mit Bravour. Das Publikum feierte das mit begeistertem Applaus. Beim ungarischen Volkstanz Csardas bewies Solist Matthias Gschwender sein musikalisches Talent am Tenorhorn. Die anspruchsvollen Passagen meisterte der Student mit sympathischer Lässigkeit. Mit „Andreas Gabalier in Concert“ von Markus Schenk und „Euphoria“ von Martin Scharnagl schlossen die Gastgeber ihre Spitzendarbietung ab.

Bühne frei hieß es anschließend für die Gäste aus Unterkochen, die sich als witzige Truppe entpuppten und ihre Musikstücke mit kleinen Sketchen ankündigten. Unter der Leitung von Werner Wohlfart legte die Kapelle mit „Apertum“ von Thiemo Kraas einen schmissigen Auftakt hin. „High Spirits“ von Andrew Noah Cap und „Somewhere“ aus der West Side Story sorgten für bestes Entertainment. Bei der Luftballon-Polka von Franz Sprenzinger platzten im Rhythmus bunte Luftballone. Einfach klasse!

Für viele Lacher sorgte „Turn The Beer Around“ von Peter und Gerald Jackson. Da wurde auf Teufel – oder besser Bier komm raus – auf Bierfässern und Maßkrügen getrommelt. Mit dem „PUR Party-Hitmix“ schlossen die Unterkochener ihren gelungen Gastauftritt ab.

Zum großen Finale gesellte sich der Musikverein Jagstzell zu den Gästen auf die Bühne. Als Zugabe spielten beide Kapellen zusammen die Polkas „Rosamunde“ und „Wir sind wir“.

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