Minister Peter Hauk besucht Holzbau Schlosser

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Im Gespräch vertieft: der Jagstzeller Unternehmer Josef Schlosser (links) und Minister Peter Hauk (Mitte).
Im Gespräch vertieft: der Jagstzeller Unternehmer Josef Schlosser (links) und Minister Peter Hauk (Mitte). (Foto: Blankenhorn)
Jürgen Blankenhorn

Der Minister des Ländlichen Raums, Peter Hauk, hat am Aschermittwoch das Jagstzeller Unternehmen Holzbau Schlosser besucht. Anlass für diese Stippvisite war das Symposium „Cluster innovativ – Bauen mit Baubuche“. Dabei erwies sich der diplomierte Forstwirt Hauk als echter Kenner der Materie.

So erklärte der Minister bei einer Betriebsführung höchstselbst die wichtigsten Unterschiede zwischen der klassischen Fichte und der Baubuche. Da Buchenholz schwerer, fester und härter als Fichtenholz ist, könne damit schlanker und vor allem höher gebaut werden, ließ Hauk die erstaunten Gäste wissen. Zudem benötige man rund ein Drittel weniger Material. Daher sei Baubuche effektiv auch günstiger als Fichte. Davon ab, lobte der Minister den Baustoff Holz ganz allgemein als „klimaneutrales Baumaterial“. Kritik äußerte Hauk bei seinem Besuch allerdings an der überbordenden Bürokratie und den hohen Auflagen für das Baugewerbe. Etwa beim Brandschutz, wo es laut Hauk an klaren und vor allem einheitlichen Regelungen fehle.

Josef Schlosser betonte, dass das Bauen mit der innovativen Baubuche tatsächlich „ein hochspannendes Thema“ sei. Im Gegensatz zur Fichte müsse man sich allerdings auch sehr intensiv mit der Buche beschäftigen. Und man müsse genauer arbeiten und exakter bohren. Dafür könne man mit Baubuche aber schon jetzt bis zu 50 Prozent an Material einsparen. Sein Unternehmen setze derzeit mit den Schraubenwerken Gaisbach (SWG) eines der weltweit größten Bauprojekte in Baubuche um. In Waldenburg wird gerade eine gigantische Produktionshalle für die SWG erstellt. Schlosser merkte in diesem Kontext auch noch an, dass Holz als Baustoff weiter auf dem Vormarsch und Baden-Württemberg mittlerweile das „ Holzbaubundesland Nummer Eins“ sei.

In einer launigen, sehr humorvollen Rede erläuterte SWG-Geschäftsführer Alois Wimmer die Entscheidung seines Unternehmens für die neue Produktionshalle in Baubuche. Zwar sei die neue Halle teurer als ein Bauwerk aus Beton, aber „Holz ist halt nachhaltig“, meinte Wimmer. Und so sei die Halle für die SWG letztlich auch „ein guter Werbeträger“.

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