Jagstzell will 2019 in fünf Bereichen investieren

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 Der Ortsmittelpunkt von Jagstszell rund um Kirche, Gasthof Rössle, Rathaus und alte Schule.
Der Ortsmittelpunkt von Jagstszell rund um Kirche, Gasthof Rössle, Rathaus und alte Schule. (Foto: afi)

In Jagstzell ist es Tradition, dass der Neujahrsempfang zusammen mit dem Abend des Ehrenamts über die Bühne geht. Bürgermeister Raimund Müller begrüßte in der proppenvollen Turn- und Festhalle deshalb nicht nur ehrenamtlich Engagierte sondern auch Gäste, die an der Entwicklung der Gemeinde interessiert sind. Wobei man eine strikte Trennung zwischen beiden gar nicht herstellen kann.

Bei seiner Vorschau auf das kommende Jahr hob Müller heraus, dass das Profil als kinder- und familienfreundliche Gemeinde weiter geschärft werden soll. Auch den Interessen und Herausforderungen unserer Zeit wolle man gerecht werden: Senioren, Flüchtlinge zählen dazu, genauso wie die zeitgemäße Ausstattung der Gemeinde mit einer gesunden Infrastruktur. Nach vielen Weichenstellungen für die Zukunft gälte es, auch die Pflichtaufgaben nicht zu vernachlässigen, so Müller.

Die geplanten Investitionen für das Jahr 2019 in fünf Bereichen

Investitionen im Sanierungsgebiet mit insgesamt 800 000 Euro. Davon entfallen 670 000 Euro in den ersten Bauabschnitt des zweiten Teils der Sanierung der alten Schule in Jagstzell (2018 waren schon 330 000 Euro finanziert, das macht dann Gesamtkosten von einer Millionen Euro.) Weitere 64 000 Euro sollen für Ersatzbauten im Bereich des Freizeit- und Sportgeländes fließen, 57 000 Euro als Nachfinanzierung für die Herstellung des Parkplatzes der ehemaligen Göpelscheuer (2018 wurden schon 100 000 Euro finanziert, so dass sich die Gesamtkosten dieses Projekts auf 150 000 Euro belaufen). 15 000 Euro werden für private Modernisierungsmaßnahmen bereitgestellt.

Baugebiet Buschle, hier die Herstellung der Erschließungsstraße. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro, davon sind 705 000 im laufenden Jahr finanziert.

Sanierung und zeitgemäße Ausrichtung der bestehender Infrastruktur mit insgesamt 526 000 Euro. Davon verschlingt die Brücke in Rot allein 275 000 Euro. Für innerörtliche Straßensanierungen sind 100 000 Euro eingeplant. Die Sanierung der Sammelkläranlage wurde mit rund 150 000 Euro berechnet.

Für die Ausstattung des Bauhofs sind 161 000 Euro eingestellt. Ein zu beschaffender zusätzlicher Mobilbagger schlägt mit 139 000 Euro zu Buche, eine Glättemeldeanlage für den Winterdienst mit 22 500 Euro.

Für Kinder, Jugend und Familie werden 50 000 Euro eingeplant. Da gibt es ergänzende Investitionen in der Kindertagesstätte (24 000 Euro); eine ergänzende Ausstattung der Schule (6000 Euro); der Spielplatz Panoramastraße soll modernisiert werden (20 000 Euro) und die Einführung der Jagstzell-Card kostet ebenfalls Geld.

Was sich im Haushalt noch nicht niedergeschlagen, aber in den Planungen eine hohe Priorität habe, sei der Verkauf des Gasthauses Rössle mit dem Ziel des Weiterbetriebs als Gaststätte und Beherbergungsbetrieb. In Sachen Breitbandausbau wolle die Gemeinde Jagstzell alle Möglichkeiten nutzen, um bei anstehenden Baumaßnahmen Lehrrohre zu verlegen. Die Kabelverzweigung solle so aufgerüstet werden, dass eine zeitgerechte Schnelligkeit bei der Internetnutzung erreicht würde. „Das alles kostet enorm viel Geld“, rechnete Müller vor und sagte, dass 1000 Hausanschlüsse nach Berechnungen eines Ingenieurbüros die Gemeinde rund acht Millionen Euro kosten würde.

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