Der Jugendchor Jagstzell gibt sein erstes Konzert

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Jugendchor, Kirchenchor und der Projektchor Frauen Power bei ihrem gemeinsamen Auftritt.
Jugendchor, Kirchenchor und der Projektchor Frauen Power bei ihrem gemeinsamen Auftritt. (Foto: J. Lehmann)
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Der Jugendchor Jagstzell hat am vergangenen Sonntag Premiere gefeiert und sein erstes Konzert gegeben. Gemeinsam mit dem Kirchenchor und dem Projektchor Frauen-Power wurde dem Publikum in der Sankt Vitus Kirche ein abwechslungsreiches Programm geboten. Alle drei Chöre standen unter der Leitung von Waltraud Gschwender.

Nach der Begrüßung durch Chorsprecherin Amelie Fischer übernahm der Jugendchor bei dem Konzert zunächst das musikalische Zepter und lieferte fröhliche Titel, wie etwa den Oasis-Titel „Whatever“, bei dem die Besucher in der Kirche ums Mitklatschen nicht herumkamen. Herausragende Auftritte folgten. Und das lag vor allem an den starken Solistinnen. So glänzten Sophia Kling und Marie Rettenmeier mit schöner Soulstimme bei dem Gänsehautsong „Hallelujah“, Leni Rettenmeier brillierte bei Jackson-Klassiker „Heal the world“ und Marie Rettenmeier überzeugte mit „My lighthouse, ein Leuchtturm in Jagstzell“. Die jungen, kräftigen Soprane der Mädchen beeindruckten die Zuhörer. Gschwender dirigierte mit sichtbarer Begeisterung. Die 22 Sängerinnen zwischen neun und 18 Jahren, harmonierten unter ihrer Leitung vortrefflich mit der Begleitband, Elisa Latzko (Saxofon), Alexander Latzko (Gitarre), Timo Schenk (Keyboard) und Andreas Ruck (Schlagzeug). Zwischen den Liedern wurden berührende Liedtexte zitiert und es wurden auch zwei Kirchenlieder gemeinsam mit der Gemeinde gesungen.

Erlöse gehen an Hilfsprojekt in Kenia

Beeindruckend dazwischen war auch die Präsentation von Amelie Fischer, die nach ihrem Abitur ab September als Missionarin auf Zeit, für ein Jahr nach Kenia gehen wird. Im Kinderdorf „Star of Hope“ in Luja, nördlich von Nairobi, wird sie im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „Weltwärts“, „mitleben, mitbeten, mitarbeiten, um die Welt ein Stückchen positiv zu verändern“, wie sie am Sonntag erklärte. Die Spenden des Chorkonzertes waren übrigens diesem mutigen, interkulturellen Projekt gewidmet.

Der gemischte Kirchenchor Jagstzell sorgte im Anschluss an den Jugendchor für einen Wechsel im Programm: Es gab kirchlich geprägtes Liedgut. Gemeinsam mit dem Kinderchor und dem Projektchor Frauen-Power erklang abschließend das „Vater unser“ und das moderne Kirchenlied „Vom Flügel eines Engels berührt“: „Was nützt mir alles Gut der Welt, wenn mir kein Engel singt!“

Jugendchor und „Frauen-Power“ beendeten das meditative Konzert danach mit einem bunten Mix englischer Titel. Die Palette reichte von „Mary did you know“ mit Solistin Mona Lemmermeyer bis zu „Not let us sing“ und „Every praise“ mit gefühlvollem Soli von Katharina Gschwender und Louisa Rettenmeier.

Nach reichlichem Beifall und einer gemeinsam gesungenen Zugabe entließ der Chorkreis das Publikum mit einem Zitat in den Sonntagabend: „Einzeln sind wir Töne, gemeinsam sind wir ein Lied!“

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