Überalterung gibt Anlass zur Sorge

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 Die Krankenpflegefördergemeinschaft Jagstzell hat sich bei Barbara Sittler und Karin Thum (vorne) für ihren Vortrag bedankt. De
Die Krankenpflegefördergemeinschaft Jagstzell hat sich bei Barbara Sittler und Karin Thum (vorne) für ihren Vortrag bedankt. Den Scheck für Hospiz und Hospizdienst überreichten Kirchenpfleger Josef Abele, Pfarrer Martin Danner Und Ausschussmitglied Elfriede Kling (hingen, von links). (Foto: kpg)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Krankenpflegefördergemeinschaft Sankt Vitus Jagstzell finanziert Leistungen der Sozialstation, die Kosten für Fahrten zum Arzt oder zum Therapeuten durch den Jagstzeller Wer-hilft-wem-Verein und er bezuschusst den Besuch des Montagstreffs zu 25 Prozent, wenn noch keine Einstufung in einen Pflegegrad vorliegt. Alles in allem hat die Gemeinschaft deshalb im vergangenen Jahr 1300 Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Das teilten Vorsitzender Pfarrer Martin Danner und Kirchenpfleger Josef Abele bei der Mitgliederversammlung mit.

Dank der Rücklagen bleiben die Beiträge mit 8 Euro für Einzelpersonen und 13 Euro für Familien gleich. Aktuell gehören 234 Jagstzeller der Gemeinschaft an, 82 Prozent sind über 60 Jahre alt. Der Mitgliederschwund und die Überalterung geben Anlass zur Sorge. Deshalb soll bei einer Infoveranstaltung im Frühjahr auch jungen Familien das Profil der Sozialstation Sankt Martin vorgestellt werden. Die Gemeinschaft unterstützt auch die Familienpflege Ostalb mit Spenden.

Im Anschluss stellten die Referentinnen Karin Thum und Barbara Sittler den ambulanten ökumenischen Hospizdienst Ellwangen und das stationäre Hospiz Sankt Anna vor. Thum, langjährige Mitarbeiterin im Hospiz, berichtete anschaulich vom Leben dort. Ein multiprofessionelles Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen setzt sich dafür ein, den Gästen bis zum letzten Atemzug eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen.

Der ambulante ökumenische Hospizdienst hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein würdevolles Sterben daheim zu ermöglichen. Barbara Sittler betonte, dass dies nur erreicht werden kann, wenn ein großes Netzwerk aus den verschiedenen Pflegediensten, Fachkräften der ambulanten palliativen Versorgung und ehrenamtlichen Sterbebegleitern eng zusammenarbeiten. Wichtig sei eine ganzheitliche Begleitung.

Abschließend bedankten sich Pfarrer Danner und die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Elisabeth May, mit einem Scheck.

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