Hüttlinger strömen zur Bürgerversammlung

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Die Bürgerversammlung in Hüttlingen ist am Dienstagabend auf großes öffentliches Interesse gestoßen.
Die Bürgerversammlung in Hüttlingen ist am Dienstagabend auf großes öffentliches Interesse gestoßen. (Foto: volckart)
Dieter Volckart

Hüttlingen - Die Einwohnerversammlung am Dienstagabend in Hüttlingen ist auf ein gewaltiges Bürgerinteresse gestoßen. Im vollbesetzten Forum ging es unter anderem um ein Tempolimit in der Ortsmitte, die Sanieruung der Kocherbrücke in der Bachstraße und die Planungsabsichten für den Edeka-Markt in der Straubenmühle. Und natürlich: Auch das neue geplante Baugebiet im Bereich „Fuchsloch“ war am Dienstag Thema.

Wie Bürgermeister Günter Ensle in der Sitzung betonte, sei das fehlende Bauplatzangebot eines der drängensten Probleme in Hüttlingen. Der Verwaltung flatterten viele Anfragen ins Haus – auch von auswärts – die nicht bedient werden können. Umso wichtiger sei es für die Gemeinde, Baulücken, wie es sie im Bereich Fuchsloch gibt, sinnvoll zu nutzen. In diesem Zuge machte Ensle auch deutlich, dass die Gemeinde zudem dringend auf die Grundstückserlöse angewiesen sei – zur Finanzierung anderer notwendiger Projekte.

Neue Pläne für den Friedhof

Das wurde auch nochmal betont, als es um den Gemeindehaushalt ging. In Hüttlingen machten sich die fehlenden Gewerbesteuereinnahmen eben bemerkbar – etwa, wenn es um die Finanzierung eines neuen Feuerwehr-Löschgruppenfahrzeugs gehe oder um dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen wie bei der Kocherbrücke oder der Alemannenschule. Auch für den Breitbandausbau und die Neuerschließung des Gewerbegebiets „Bolzensteig V“ brauche die Gemeinde entsprechende hohe Mittel. In diesem Kontext wurde daran erinnert, dass die Aufsichtsbehörde beim Landratsamt der Gemeinde Hüttlingen schon einmal mit Auflagen beim Haushaltsplan gedroht habe.

Die von Landschaftsarchitekt Joachim Walther vorgelegte Planung für den Friedhof – hier sollen in diesem Jahr Platz für weitere Urnengräber entstehen – fand Gefallen bei der Bürgerschaft.

Etwas weniger begeistert war man indes von der Installation der vier neuen Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen in den Durchgangsstraßen von Hüttlingen. Vor allem die Tatsache, dass die Gemeinde diese Blitzer zwar bezahlen durfte, aber nicht die Bußgelder kassieren darf, stieß auf Unverständnis.

Begrüßt wurde die geplante Sanierung der Kocherbrücke, wobei man offenkundig geteilter Meinung ist, ob während der Umbauphase für die Fußgänger ein Ersatzsteg für rund 70 000 Euro erstellt werden sollte.

Schulleiter Ralf Meiser informierte die Bürger im Rahmen der Versammlung außerdem über den gegenwärtigen Sanierungsstand bei der Schule für ihre jetzt fast 500 Schüler und circa 50 Lehrer, während die Edeka Südwest mit Pächter Michel Miller von den Planungsabsichten für einen Neubau des Marktes in der Straubenmühle berichteten.

Außerdem erläuterte Planer Joachim Zorn der Bürgerschaft noch einmal im Detail die geänderten Pläne für das Baugebiet im Bereich Fuchsloch.

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