Ärger um steigende Friedhofsgebühren

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Walter Däuble sammelt Unterschriften gegen die geplante Erhöhung der Friedhofsgebühren in Hüttlingen.
Walter Däuble sammelt Unterschriften gegen die geplante Erhöhung der Friedhofsgebühren in Hüttlingen. (Foto: Volckart)
Dieter Volckart

In Hüttlingen sollen die Friedhofsgebühren kräftig steigen. Einem Mann schmeckt das gar nicht. Der 86-jährige Walter Däuble will sich mit dieser jüngsten Gemeinderatsentscheidung nicht abfinden und sammelt Unterschriften gegen die geplante Erhöhung.

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Hüttlinger Gemeinderat die Entscheidung gefällt, die Friedhofsgebühren teilweise drastisch anzuheben. So soll künftig – die neue Gebührenordnung soll bereits am 1. September dieses Jahres in Kraft treten – beispielsweise ein Raseneinzelgrab, das bisher 1700 Euro kostete, in Zukunft 2900 Euro kosten. Für ein anonymes Urnengrab, das bislang in Hüttlingen für 300 Euro zu haben war, wird ab 1. September mehr als das Doppelte, nämlich 650 Euro fällig. Auch die Gebühren für die Nutzung der Aussegnungshalle oder für Grabeinfassungen sollen steigen.

„Ich habe mich sehr über diese Steigerungen von zum Teil mehr als 100 Prozent geärgert“, gesteht der rüstige Rentner, der in etlichen örtlichen Vereinen Mitglied ist und viele Freunde in der Gemeinde hat. Die haben den 86-Jährigen darin bestärkt, eine Unterschriftenaktion in die Wege zu leiten. In nur einer Woche hat Däuble bereits rund 200 Unterschriften zusammengebracht. Er möchte die Aktion bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderats fortsetzen. Die findet erst Mitte September nach dem Ende der Sommerferien statt.

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