Wohnhaus in Heidenheim stürzt nach Gasexplosion ein – Eine Verletzte

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Schwäbische Zeitung

Eine Gasexplosion hat am Donnerstagmittag ein Wohnhaus in der Felsenstraße in Heidenheim größtenteils zerstört. Wie der Einsatzleiter der Feuerwehr Heidenheim mitteilte, waren die Bewohner des Hauses wohl gerade beide bei der Arbeit, als sich die Explosion ereignete.

Bei dem Unglück sei eine 76 Jahre alte Frau der Druckwelle ausgesetzt und verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Warum es zu der Explosion kam, war zunächst unklar. Spezialisten der Kriminalpolizei forschten intensiv nach der Ursache, hieß es bei den Beamten. Am Dienstag waren die Versorgungsleitungen in der Straße erneuert worden, ob dies in Zusammenhang mit der Explosion steht, wird noch untersucht.

Die Einsatzkräfte hatten am Nachmittag das Gelände unter anderem mit einer Hundestaffel abgesucht, um sicherzugehen, dass keine weiteren Menschen unter den Trümmern verborgen waren. Von dem Haus waren nach der Explosion nur noch Holzlatten, Dämmmaterial und Ziegelsteine zu sehen, dazwischen lag zum Beispiel noch eine Satellitenschüssel.

„Wir haben einen Bagger vor Ort, der die Trümmer wegräumt“, sagte Jürgen Kübler von der Feuerwehr Heidenheim. Die Suche müsse aber immer wieder unterbrochen werden, etwa weil wichtige Gegenstände gefunden und geborgen würden. „Das ist kein Routinefall“, sagte Kübler.

Die umliegenden Gebäude in Heidenheim mussten vorübergehend evakuiert werden. Zwischenzeitlich wurde als Vorsichtsmaßnahme auch die Bergstraße gesperrt. Hier kam aus einem Kanal Gasgeruch. Dieser wurde inzwischen gelüftet, eine Gefahr besteht nicht mehr. Die rund 30 bis 50 Menschen konnten nach einiger Zeit wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Stadt werde sich um die Bewohner des zerstörten Gebäudes kümmern und sicherstellen, dass sie gut untergebracht würden, sagte ein Sprecher der Stadt. „Wir müssen nun in Ruhe prüfen, was passiert ist.“

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