Tierquäler misshandeln reihenweise Igel: „Aus purer Rohheit Tiere grausam getötet“

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Kleiner Igel
Brutale Tierquäler am Zanger Berg töten reihenweise Igel. (Foto: Christophe Gateau)
Aalener Nachrichten

Hinweise nimmt das Veterinäramt unter Telefon 07321 / 321-2601 entgegen sowie die Umweltermittler des Präsidiums unter 07321 / 322 0 entgegen.

Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere nahe Iglauer Straße) sind in den vergangenen Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden.

„Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, sagt Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim.

Wie das Polizeipräsidium Ulm mitteilt, fanden Zeugen am Mittwochnachmittag vier weitere tote Igel im selben Bereich. Insgesamt sind demnach mittlerweile elf tote Tiere gefunden worden.

Eines der jüngst gefundenen Tiere soll erst kürzlich getötet worden sein. Die anderen hätten nach einer ersten Einschätzung der Polizei schon länger dort gelegen.

Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.

Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim

Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und den erkennbaren Wunden zufolge zu Tode getreten worden.

„Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“ Wie Anja Stöckle betont, werde in jedem Fall Strafanzeige gestellt, auch die Polizei ermittelt bereits.

„Und dass es sich hier um einen Straftatbestand handelt, ist offensichtlich.“ Denn nach dem Tierschutzgesetz dürfe niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

Igel gehört zu besonders geschützten Arten

Wer dagegen zuwiderhandelt kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft werden.

Die Tierquäler verstoßen aber nicht nur gegen das Tierschutzgesetz, sondern auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz, laut dem der Igel zu den besonders geschützten Arten gehört.

Demnach ist es verboten, diesen Arten nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder der Natur zu entnehmen.

Kriminalstatistik 2018 nach Landkreisen

Hinweise nimmt das Veterinäramt unter Telefon 07321 / 321-2601 entgegen sowie die Umweltermittler des Präsidiums unter 07321 / 322 0 entgegen.

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