Sägewerk Sturm entlässt fast 60 Mitarbeiter

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Aalener Nachrichten

Von 61 Mitarbeitern bleiben nur noch sechs bis sieben Mitarbeiter im Sägewerk Sturm. Diesen tragischen Einschnitt gab Geschäftsführer Hans-Günter Sturm bekannt.

Im Jahr 2014 könnte das Traditionsunternehmen seinen 100. Geburtstag feiern, wie die Heidenheimer Zeitung berichtet. Aus heutiger Sicht sei es für die Brüder Hans-Günter und Matthias Sturm nicht gewiss, ob das Familienunternehmen in vierter Generation dieses Datum erreichen werde. „Es besteht die Gefahr, dass wir den Betrieb in Herbrechtingen ganz stilllegen müssen, sagt Hans-Günter Sturm.

Als Gründe nennt Sturm den drastischen Rückgang bei den Aufträgen. Seit zwei Jahren werde im Werk Vohenstein kurzgearbeitet. Nur noch ein Drittel der Kapazität sei ausgelastet. Das Unternehmen habe in Zeiten des internationalen Baubooms die Sägewerkkapazität erheblich ausgebaut. Und dies, so die Familie, mit staatlichen Subventionen. Jetzt fehlen sie Aufträge.

Zum anderen seien es die explodierenden Holzpreise in Deutschland. Skandinavische, baltische und selbst nordamerikanische Sägewerke würden trotz der höheren Transportkosten geschnittenes Holz billiger anbieten.

Für Matthias und Hans-Günter Sturm iest es eine geradezu paradoxe Situation. Der Rohstoff Holz boome, nicht zuletzt durch die propagierte Energiewende gewinne Holz an allen Fronten. Die mittelständische Holzindistrie aber zerbreche. In Folge unsinniger Subventionen für Großbetriebe sei für die Familienbetriebe der Rohstoff Holz nicht mehr bezahlbar.

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