Oberkochener Schüler besuchen den FCH: Mit „Kühli“ und Schöppi“ auf Tuchfühlung

Leiter der Redaktionen Aalen und Ellwangen

Die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga neigt sich dem Ende entgegen, bereits an diesem Sonntag empfängt der 1. FC Heidenheim den Karlsruher SC zum letzten Spieltag. Ein Highlight aber hat es zu diesem späten Zeitpunkt der Saison noch einmal gegeben.

Highlight kurz vorm Saisonfinale

Zumindest für die Klasse 9 b des Oberkochener Ernst-Abbe-Gymnasiums, die den FCH bei einer exklusiven Stadionführung nun einmal genauer unter die Lupe nehmen durfte. Das i-Tüpfelchen war dann, dass sich die Profis Christian „Kühli“ Kühlwetter und Jan „Schöppi“ Schöppner eine ganze Menge Zeit nahmen, um in einer informellen Pressekonferenz im offiziellen Presseraum der Voith-Arena den Jugendlichen Rede und Antwort zu stehen.

Hervorgestochen beim „Zeitungstreff“

Im Rahmen des „Zeitungstreffs“ der Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung, was für das Medium von Redakteur Ansgar König zu Beginn des Jahres abermals gekonnt betreut wurde, hat sich das Oberkochener Gymnasium mit viel Einsatz und Engagement in den Fokus gearbeitet. Und ob der guten Medienpartnerschaft, die zwischen Aalener Nachrichten/Ipf- und Jagst-Zeitung und dem Profiklub seit Jahren besteht, konnte dieser Stadionbesuch mit Leichtigkeit auf die Beine gestellt werden. 19 Schülerinnen und Schüler, begleitet von Lehrer Peter Weber und Schulleiter Hans-Ulrich Wörner, haben sich an der Voith-Arena eingefunden, um sich von FCH-Mitarbeiter Simon Weidhaas quer durch das Stadion führen zu lassen.

Pressesprecher empfängt die Schüler persönlich

Pressesprecher Markus Gamm empfing zuvor den Trossaus der angrenzenden Stadt. Quer durch die drei Businessräume bis hoch zu den Logen ganz oben auf der Nordtribüne wurden die Jugendlichen geführt. Während dieses Rundgangs durften sowohl Lehrer als auch natürlich die Schülerinnen und Schüler jederzeit Fragen stellen. Dabei kam dann unter anderem heraus, dass die Anzeigentafel in der Voith-Arena ursprünglich mal auf dem Aalener Tivoli stand. „25 000 Euro haben wir damals für die Tafel bezahlt, was natürlich ein Schnäppchen gewesen ist“, verriet Weidhaas schmunzelnd.

Durch den Kindergarten entlang des Rasens

Einblicke gab es dann noch in die stadioneigene Kinderabteilung, in der die Kleinsten von Fachkräften an Spieltagen betreut werden können. Das war den Schülerinnen und Schülern nicht bewusst. Dann ging es direkt durch den Spielertunnel, durch den Woche für Woche die Profis laufen, enlang des Rasens, der parallel von einem Greenkeeper versorgt wurde, rüber auf die Südtribüne. Dass der Rasen in der Saison 2020/2021 zum besten der Liga gewählt wurde, kommt schließlich nicht von ungefähr. Die Südtribüne ist der nostalgische Teil des Stadions, den die Verantwortlichen bewusst erhalten haben. Hier ist es in der Basis noch so, wie es vor 20 Jahren war. Hier sind nach wie vor die Kabinen für die Jugendmannschaften des FCH. Weidhaas erinnerte sich, dass auch er sich als Jugendlicher genau dort umgezogen habe.

Auf der Südtribüne herrscht Nostalgie pur

Zur Südtribüne zählt natürlich auch „Liko´s Kiosk“, der mittlerweile Kultstatus hat und um den herum das Stadion erweitert wurde. Diesen Verkaufsstand wird man wohl auch nicht abreißen, wenn die Stadionkapazität irgendwann einmal erhöht werden wird. Interessant war für die Lehrer dann, dass der Verein selbst mittlerweile so viele Mitarbeiter hat, ein Unternehmen geworden ist. Rund 450 sind es. An Spieltagen werden dazu bis zu 250 Sicherheitskräfte benötigt, auch die Augen der Jugendlichen wurden angesichts dieser Zahlen etwas größer.

Direkte Fragen an die Fußballprofis

Das Finale dieses spannenden Rundgangs fand dann im Presseraum des FCH statt. Markus Gamm, der die ganze Aktion mitbetreut hatte, hatte die beiden Profis Christian Kühlwetter und Jan Schöppner im Schlepptau. Beide standen Rede und Antwort und die Oberkochener Schülerinnen und Schüler waren nicht unvorbereitet und stellten tatsächlich eine Menge Fragen, die die beiden Akteure bereitswillig beantworteten. „Wie geht man mit dem Druck um als Profi?“, „Ist es ein Unterschied, ob man vor „50 000 oder 10 000 Zuschauern spielt?“ oder „Gibt es Gegner, gegen die man nicht so gerne spielt?“ lauteten einige der cleveren Fragen. „Es ist eine rundum gelungene Geschichte gewesen, speziell nach der Pandemie, überhaupt mal wieder eine Exkursion mit den Schülern machen zu können“, freute sich Lehrer Peter Weber.

Kühlwetter und Schöppner nehmen sich ganz viel Zeit

Nach gut einer halben Stunde war der Wissensdurst der Schülerinnen und Schüler gestillt, die Profis ließen noch Mannschaftsposter und Autogrammkarten da und zu guter Letzt dann gab es eine weitere Überraschung: Jeder der Anwesenden bekam noch eine Freikarte für das letzte Heimspiel gegen den Karlsruher SC, die Freude bei den Oberkochenern war unverkennbar – und auch die Lehrer schnappten sich schnell ein Ticket. Der FCH dürfte mit dieser Aktion wieder ein paar neue Fans dazugewonnen haben.

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