Fast eine Million Euro für die Digitalisierung

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Über den Scheck aus Stuttgart freuen sich (von links): Georg Würffel, Stadt Heidenheim, Sarah Wörz, IHK Ostwürttemberg, Thomas R
Über den Scheck aus Stuttgart freuen sich (von links): Georg Würffel, Stadt Heidenheim, Sarah Wörz, IHK Ostwürttemberg, Thomas Reinhardt, Landrat Kreis Heidenheim, IHK-Hauptgeschäftsführerin Michaela Eberle; Ministerialdirektor Michael Kleiner; Joachim Bläse, Bürgermeister Schwäbisch Gmünd; Andrea Hahn, Landratsamt Ostalbkreis; Wolfgang Weiß und Manfred Fischer, Stadt Aalen; und Peter Schmidt, IHK Ostwürttemberg. (Foto: IHK Ostwürttemberg)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums von 996 000 Euro startet das Projekt „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“ (digiZ) als eines von zehn regionalen Zentren in Baden-Württemberg. Der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat den Förderbescheid in Heidenheim übergeben.

Das Digitalisierungszentrum wird an drei Standorten vertreten sein: Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Aalen. Es soll die regionale Anlaufstelle für Digitalisierung werden. Es soll Aktivitäten anregen, Potenziale darstellen und Handlungsfelder in Unternehmen aufzeigen, Raum für digitale Innovationen schaffen, regionale Vordenker und Macher vernetzen sowie erfolgreiche Projekte vorstellen und Testumgebungen für technische Entwicklungen betreiben. Hierzu werden Räume für die Zusammenarbeit, Ausstellungsräume und Testumgebungen zur Verfügung gestellt.

„Noch immer gibt es bei uns zu viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich beim digitalen Wandel eher zögerlich verhalten. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region voran“, sagte Kleiner.

„Mit den regionalen Zentren entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Zentren bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren“, so Kleiner.

Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 konkrete Projekte aus Baden-Württemberg für 265 Millionen Euro umgesetzt.

Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg, freut sich über die Förderzusage: „Mit dieser Unterstützung können wir nun die Digitalisierung in der Region so vorantreiben, wie wir dies im Sinne der Wirtschaftsförderung verstehen und tun möchten. Das Digitalisierungszentrum - digiZ Ostwürttemberg - wird dabei ein wesentlicher und wegbereitender Baustein dabei sein.“

Mit zahlreichen regionalen Partnern, insbesondere der Wirtschaft der Region, werde die IHK Ostwürttemberg nun mit der Umsetzungsphase beginnen. IHK-Innovationsberater Peter Schmidt wird das Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg aufbauen. Er und seine Kollegin Sarah Wörz freuen sich, diese regionale Drehscheibe nach einer langen Phase der Konzeption nun anstoßen zu dürfen.

Die Landräte Klaus Pavel, Ostalbkreis, und Thomas Reinhardt, Heidenheim, sind vom neuen Projekt überzeugt. In beiden Landkreisen wird das Digitalisierungszentrum Standbeine haben. Die Projektpartner sind sich einig, dass das digiZ dabei zur Drehscheibe und Dachmarke für sich gegenseitig befruchtende Kooperationspartner, Kooperationen von Startups und den breiten Mittelstand werden wird.

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