Drogen-Razzia: Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest

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 Die Polizei hat in Dillingen eine Wohnung auf Drogen durchsucht. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen.
Die Polizei hat in Dillingen eine Wohnung auf Drogen durchsucht. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen. (Foto: DPA)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Polizei hat am späten Freitagabend, 2. August, in Dillingen eine Razzia wegen Betäubungsmitteln in einer Wohnung und einem angrenzenden Arbeits- beziehungsweise Geschäftsraum durchgeführt. In Folge dessen wurden drei Personen als Tatverdächtige festgenommen.

Gegen 22.30 Uhr kam es zu einem größeren Polizeieinsatz im Bereich der Altheimer Straße, nachdem der Kripo Dillingen Erkenntnisse vorlagen, dass sowohl in einer Wohnung als auch in einem angrenzenden Arbeits- beziehungsweise Geschäftsraum ein offenbar florierender Handel mit Betäubungsmittel betrieben wird. Dabei seien möglicherweise auch Waffen im Spiel.

In einem günstigen Moment drangen dann Beamte einer Spezialeinheit in das Anwesen ein und nahmen einen 28-Jährigen fest. Zwei weitere Männer im Alter von 40 und 48 Jahren wurden nahezu zeitgleich festgenommen, als sie versuchten zu flüchten.

Bei den drei Tatverdächtigen wurden bei Anschlussdurchsuchungen größere Rauschgiftmengen unterschiedlicher Drogenarten sichergestellt. Auch eine scharfe Pistole samt zugehöriger Munition wurde aufgefunden und ebenfalls sichergestellt. Von weiteren dort anwesenden Personen wurden die Personalien erhoben, sie wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aber wieder entlassen.

Das Trio hingegen, dem Verbrechen nach dem Betäubungsmittelgesetz zur Last gelegt werden, wurde am darauffolgenden Samstag (3. August) dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt, der die von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehle erließ und in Vollzug setzte. Die Drei wurden anschließend in verschiedene Haftanstalten verlegt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Bei der gesamten Festnahmeaktion waren auch zwei Polizeihubschrauber unter anderem zum Ausleuchten der Örtlichkeit eingesetzt. Beim Eindringen in die Durchsuchungsräumlichkeiten wurden von den Polizeikräften auch detonierende Blendmittel eingesetzt, die von Anwohnern / Beobachtern irrtümlicherweise als Schüsse interpretiert wurden. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand aufgrund der Polizeiaktion zu keiner Zeit.

Entgegen aufgekommener Spekulationen sind auch die Bewohner des in der Nähe befindlichen Asylbewerberheimes nach derzeitigem Sachstand nicht von diesen Ermittlungen betroffen.

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