Fotoausstellung: Bei Myanmar funkeln seine Augen

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 Dieter Bolten mit zwei Aufnahmen von der Shwedagon Pagode in Yangon, der Hauptstadt von Myanmar.
Dieter Bolten mit zwei Aufnahmen von der Shwedagon Pagode in Yangon, der Hauptstadt von Myanmar. (Foto: Edwin Hügler)
Edwin Hügler

Er bereist seit 60 Jahren die Welt, war bis auf Australien in allen Kontinenten und hat mit seiner Kamera stets Land und Leute fest im Blick: Dieter Bolten aus Essingen. „Das schönste, interessanteste Reiseland kann ich nicht benennen, doch Myanmar gehört auf jeden Fall dazu“, schreibt er in der Einladung zu seiner Fotoausstellung, die am Donnerstag, 14. März, im Essinger Rathaus eröffnet wird.

Bolten treibt seit Jahrzehnten die Reiselust um. Meistens ist er ohne seine Frau unterwegs, die aus familiären Gründen lieber zuhause bleibt. „Mich lockt die Exotik und die Abenteuerlust“, betont Bolten im Gespräch mit den „Aalener Nachrichten“. Ein Land hat es ihm besonders angetan: Myanmar in Südostasien, das er im November 2016 bereist hat. Wenn er von diesem Land erzählt, dann funkeln seine Augen und es ist, als ob er erst gestern das Ganze erlebt hätte.

Beeindruckt von Pagoden und Buddha-Figuren

Myanmar liegt am indischen Ozean, ist doppelt so groß wie Deutschland und hat in etwa 50 Millionen Einwohner, von denen 88 Prozent Buddhisten sind. Besonders angetan haben es Bolten die Pagoden. Diese buddhistischen Gebäude sind prägend für das Land. In Thanbodhay hat der Essinger tatsächlich eine Pagode mit unglaublichen 582 357 Buddha-Figuren entdeckt. Nicht minder beeindruckt hat Bolten die Shewagon Pagode in der Hauptstadt Yangon. Dieses 100 Meter hohe Nationalheiligtum ist tatsächlich mit 40 Tonnen Blattgold ausgestattet. „Ein unglaublicher Anblick“, sagt Bolten. Doch nicht nur von den Pagoden ist er begeistert, auch die Buddha-Figuren, die überall zu finden sind, gehören zu den großen Schätzen des Landes.

Beeindruckt ist Bolten auch von der Vielzahl der Märkte, die eine bunte Welt in Myanmar widerspiegeln. 70 Prozent der Einwohner sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Hier kommen noch der Holzpflug und Ochsen zum Einsatz. Eine große Rolle in Myanmar spielt auch das Handwerk. Bolten hat Leute entdeckt, die in filigraner Handarbeit Silberartikel herstellen. Nicht zu vergessen sind die buddhistischen Mönche, die in dem Land überall zu finden sind, denn jeder Buddhist ist aufgefordert, einmal in seinem Leben als Mönch ins Kloster zu gehen.

Begeistert ist Bolten generell von den Menschen in Myanmar, die Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. So kann es vorkommen, dass Frauen Zigarren rauchen und Kinder einfach mit Holzstücken spielen. Doch auch das Smartphone hat Myanmar längst erobert. „Meinem Eindruck nach leben die Leute hier zwar bescheiden, sind aber nicht arm“, berichtet Bolten.

Insgesamt hat er auf seiner 14-tägigen Reise mit seiner Kamera über 4000 Bilder gemacht. Diese jetzt für eine Fotoausstellung mit vielleicht 100 Exponaten auszusortieren, ist eine Mammutaufgabe, die ihn sehr beschäftigt. 230 Bilder sind in der Endauswahl. Man darf gespannt sein, welche Motive aus Myanmar Bolten letztlich auswählt.

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