Feld in der Brandung hört nach 33 Jahren als Kämmerer auf

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Bruno Graule (Zweiter von links) war 33 Jahre lang Kämmerer bei der Gemeinde Essingen. Bürgermeister Wolfgang Hofer (links) und
Bruno Graule (Zweiter von links) war 33 Jahre lang Kämmerer bei der Gemeinde Essingen. Bürgermeister Wolfgang Hofer (links) und die Gemeinderäte Bernhard Naderer, Manfred Kolb und Johannes Blank (von links) dankten ihm für sein großes Engagement. (Foto: Michael Gröner/Gemeinde Essingen)

Er wird oft als Wolfgang Schäuble von Essingen bezeichnet und hat 33 Jahre lang mit großem Weitblick dafür gesorgt, dass die Kassen der Gemeinde stets gut gefüllt gewesen sind: Bruno Graule. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates ist der Kämmerer von Bürgermeister Wolfgang Hofer in den Ruhestand verabschiedet worden.

Hofer erinnerte an die Einstellung von Graule im Jahr 1985. Schon damals habe er als junger Beamter versprochen, seine Aufgabe in Essingen als Lebensstellung zu sehen und sich voll für die Gemeinde einzusetzen. „Alle diese Versprechungen haben Sie erfüllt“, sagte der Bürgermeister. Es sei nicht immer leicht gewesen die Kassen voll zu halten, doch Graule sei dies mit Fleiß und großer Kompetenz gelungen.

Der Bürgermeister sprach von rund 1000 Sitzungen, die der Kämmerer in den vergangen 33 Jahren zusätzlich zu seinem normalen Dienst absolviert habe. In seine Amtszeit falle auch der Aufbau des Eigenbetriebes der Wasserversorgung und zuletzt die Umstellung des Rechnungswesens auf das Doppiksystem. Hofer dankte dem Kämmerer für sein großes Engagement.

Graule selber verwies darauf, dass zu Beginn seiner Tätigkeit das Haushaltsvolumen von Essingen sieben Millionen Euro betragen habe, heute liege dieser Wert bei über 25 Millionen Euro. Wenn er oft als Schäuble von Essingen bezeichnet werde, so fasse er dies als Kompliment auf. Er habe in finanzieller Hinsicht stets „ noch Pulver trocken gehalten“.

Bernhard Naderer dankte Graule im Namen des Gemeinderates und nannte ihn einen „Fels in der Brandung.“ Mit stehendem Applaus brachten das Gremium und Bürgermeister Wolfgang Hofer ihre Hochachtung für den Kämmerer zum Ausdruck.

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