Erlesene Perlen der geistlichen Musik

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Begleitet wurden Sandra Röddiger und Robert Crowe (rechts) von Daniela Wartenberg (links) mit dem Barockcello und Christian Pfei
Begleitet wurden Sandra Röddiger und Robert Crowe (rechts) von Daniela Wartenberg (links) mit dem Barockcello und Christian Pfeifer am Cembalo
Edwin Hügler

Erlesene Perlen der „Musica sacra“, der geistlichen Musik, hat ein Quartett der Initiative Kultur in der Villa Stützel bei einem Benefizkonzert zugunsten von „Zukunft für Nepal Ostwürttemberg“ in der Quirinius-Kirche in Essingen geboten. Zu hören waren Werke aus drei Jahrhunderten.

Im Mittelpunkt stand die Barockmusik unter anderem von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell und Barbara Strozzi.

Seltenheitswert hat eine männliche Sopranstimme wie die von Robert Crowe. Er glänzte bei den Solostücken „Surgite, querite“, „Exulta Filia“, bei der Arie „Amen“ und bei „An Evening Hymn“. Selbst in den hohen Stimmlagen sang er mit großer Ausdruckskraft und hielt die Spannung. Crowe intonierte sauber und entfaltete die ganze Schönheit der geistlichen Musik.

Röddiger überzeugt mit großem Einfühlungsvermögen

In nichts nach stand ihm Sopranistin Sandra Röddiger. Ihre warme, strahlende Stimme kam bei den Solostücken „Allelujah,“ „Magnificat“ und „Allelujah, Amen“ besonders gut zur Geltung. Sie überzeugte mit großem Einfühlungsvermögen in den jeweiligen Charakter der einzelnen Kompositionen und verlieh mit ihrer klaren Stimme den Tonsätzen einen besonderen Glanz.

Ein musikalischer Genuss waren auch die von Crowe und Röddiger gesungenen Duette. Bei „Lord let me know mine end“ in gemächlichem Tempo war die zarte Innigkeit sakraler Musik zu spüren. Eher dynamische Akzente setzte das wunderschöne „The Lord is my Shepard“- der Herr ist mein Hirte.

Begleitet wurden Sandra Röddiger und Robert Crowe von Daniela Wartenberg mit dem Barockcello und Christian Pfeifer am Cembalo. Die beiden übten sich in nobler Zurückhaltung, so dass der Gesang im Vordergrund stand. Beim Solostücke für Barrockcello mit dem Titel „Capriccio primo do minore“ imponierte Daniela Wartenberg mit spielerischer Leichtigkeit und Eleganz. Cembalospieler Christian Pfeifer entlockte bei „Fantasia in C“ seinem Instrument die herrlichsten Töne. Der langanhaltende Applaus des Publikums galt allen an diesem Konzert beteiligten Interpreten.

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