Franz Lipp.
Franz Lipp. (Foto: privat)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Franz Lipp, früher Studiendirektor am Peutinger-Gymnasium, ist im Alter von 84 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

Er wurde am 9. April 1935 in Wört geboren, nach dem Krieg besuchte er das Peutinger-Gymnasium, an dem er 1956 das Abitur machte.

Nach dem Studium der klassischen Philologie und Geschichte in Passau und Erlangen und der Referendarzeit in Stuttgart kam er 1966 ans Peutinger-Gymnasium zurück, wo er neben seinen geliebten Fächern Griechisch, Latein und Geschichte mitunter auch Mathematik unterrichtete.

Franz Lipp, der von der Schülerschaft wegen seiner Bewunderung für Marcus Porcius Cato und seinen aufrechten Charakter den Spitznamen „Cato“ erhalten hatte, war Pädagoge mit Leib und Seele. Auch bei Eltern und im Kollegium genoss er wegen seiner Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Empathie und fachlichen Kompetenz sehr hohes Ansehen.

Unter Schulleiter Hans Pfeifer fungierte er als Stellvertreter und übernahm nach dessen Pensionierung im Jahr 1989 für über ein Jahr auch kommissarisch dessen Posten. Bis zum Gang in den Ruhestand im Jahr 1997 brachte er sich unermüdlich und voller Herzlichkeit ins Schulleben ein.

Seinem pädagogischen Impetus folgend, übernahm er noch bis zu seinem 80. Lebensjahr ehrenamtlich die Betreuung von Schülern im Borromäum, dem er Zeit seines Lebens verbunden blieb, da er in seiner Jugend das Josefinum besucht hatte.

Ehrenamtlich betätigte sich Lipp im Stiftsbund, in dem er von 1974 bis 1977 Geschäftsführer und mit Baronin von Franz für die Schlosskonzerte zuständig war. Als Mitglied besuchte er bis ins hohe Alter zahlreiche Konzerte. Auch im Geschichts- und Altertumsverein war Franz Lipp Mitglied.

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