Auf dem Kilimandscharo brennt es. Bergführer Hermann Berie und seine Gruppe stand am Donnerstag vor der Feuerwand.
Auf dem Kilimandscharo brennt es. Bergführer Hermann Berie und seine Gruppe stand am Donnerstag vor der Feuerwand. (Foto: Berie)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Sie sind direkt vor der Feuerwand gestanden: Der in Zöbingen aufgewachsene Bergführer Hermann Berie ist derzeit mit einer vierköpfigen Gruppe von Deutschen, darunter zwei Frauen aus Aufhausen, am Kilimandscharo unterwegs.

Von dort hat er seiner Schwester Sabine Eitzenhöfer aus Pfahlheim am Donnerstag eine Nachricht zukommen lassen: „Alles ok.“ Selbstverständlich ist das nicht. Seit Tagen wüten auf dem höchsten Berg Afrikas auf rund 3000 Metern Höhe die Flammen. Viele Bergsteiger-Gruppen haben Angst und beginnen den Abstieg.

Hermann Berie, der im Schweizerischen Schaffhausen die „Bergschule Berie“ betreibt und seit vielen Jahren Reisen zum Kilimandscharo anbietet, hat einen anderen Weg eingeschlagen. „Steigen zum Gipfel“, schrieb er am Freitagmorgen an seine Schwester, als die Gruppe eine Höhe von 4000 Metern erreicht hatte.

 Hermann Berie (Mitte) mit seinem Team am Kilimandscharo.
Hermann Berie (Mitte) mit seinem Team am Kilimandscharo. (Foto: Berie)

Sie seien vor den Flammen nach oben geflüchtet. In der Nacht habe es zum Glück geregnet. „Sie sind in Sicherheit“, zeigt sich Sabine Eitzenhöfer im Gespräch mit der Ipf- und Jagst-Zeitung / Aalener Nachrichten erleichtert. Weitere Nachrichten haben sie nicht erreicht: Es gebe keine Verbindung mehr.

Der Kilimandscharo in Tansania mit seinem Spitznamen „Dach von Afrika“ ist mit 5895 Metern Höhe Afrikas höchster Berg und gilt zugleich als der höchste frei stehende Berg der Welt. Bergtourismus ist hier weit verbreitet. Nach Schätzungen der Tourismusindustrie vor Ort waren in dem Gebiet am Donnerstag noch mehr als 100 einheimische Bergführer, Träger und Touristen unterwegs.

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