Wohnsitzlose sollen bei der Marienkirche Obdach finden

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 Das Gebäude An der Mauer 11 soll als Obdach für Wohnsitzlose hergerichtet werden.
Das Gebäude An der Mauer 11 soll als Obdach für Wohnsitzlose hergerichtet werden. (Foto: FG)

Der Ausschuss für Bau-, Umwelt und Verkehrsangelegenheiten hat sich dafür ausgesprochen, das Gebäude An der Mauer 11 als Unterkunft, etwa für Wohnsitzlose, herzurichten. Den Kostenaufwand beziffert die Stadt auf maximal 80 000 Euro. Das Haus im Schatten der Marienkirche gehört der Stadt, steht derzeit leer und befindet sich nach Angaben der Stadt in einem sehr einfachen Bauzustand.

Grab: Bedarf für Unterkünfte ist vorhanden

Elisabeth Balk, die Leiterin des Stadtbauamts, erklärte, es gehe vor allem um die Ertüchtigung der Wasserleitungen und der sanitären Installationen sowie die Instandsetzung der elektrischen Einrichtungen. Es handele sich um einen „sehr, sehr einfachen Standard“, der nicht mit der Qualität heutiger Wohnungen vergleichbar sei. Die vorhandenen Türen und Fenster sowie die Beheizung mit Einzelöfen sollen laut Verwaltung erhalten bleiben.

Fritz Widmann von der CDU-Fraktion erkundigte sich, ob denn in der Stadt so viel Bedarf für Obdach bestehe. Er verwies auf den sogenannten Sonnenhof am Rand des Schießwasens, der zur Zeit als Unterkunft diene. Bürgermeister Volker Grab erwiderte, der Bedarf sei vorhanden, da ja geplant sei, den Sonnenhof abzureißen.

Hariolf Brenner (Freie Bürger) fragte, ob das Haus denkmalgeschützt sei. Die Leiterin des Stadtbauamts antwortete, ihres Wissens sei das nicht der Fall. Rudolf Kitzberger von den Grünen wollte wissen, ob der Brandschutz geklärt sei. Elisabeth Balk erwiderte, hierzu werde man einen Kaminkehrer einschalten. Wolfgang Seckler (Freie Bürger) kritisierte, dass es sich bei dem Gebäudeensemble aus den Häusern An der Mauer 11 und 9 um einen „Schandfleck“ handle.

In der Abstimmung billigte der Bauausschuss den Antrag der Stadtverwaltung ohne Gegenstimme bei einer Enthaltung.

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