Wiederbegegnung mit den Kunstwerken Helmut Esdars

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 Werke aus dem Nachlass des Ellwanger Künstlers Helmut Esdar sind ab Freitag, 9. November, im Palais Adelmann zu sehen.
Werke aus dem Nachlass des Ellwanger Künstlers Helmut Esdar sind ab Freitag, 9. November, im Palais Adelmann zu sehen. (Foto: Rapp-Neumann)

Am Mittwoch, 21. November, findet im Atelier Knoedler eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ver- oder Entsorgen: Der Künstlernachlass als Problem“ statt.

Im Palais Adelmann zeigt das städtische Kulturamt in Kooperation mit der Galerie Bernhard Maier ab Freitag, 9. November, Kunstwerke aus dem umfangreichen Nachlass des Ellwanger Bildhauers Helmut Esdar. Die Vernissage ist um 19.30 Uhr.

1908 in Böblingen geboren, hätte Esdar in diesem Jahr seinen 110. Geburtstag gefeiert. Ältere Ellwanger haben ihn als Kunsterzieher am Peutinger-Gymnasium erlebt. Die von Bernhard Maier einfühlsam kuratierte Schau zeigt Werke Esdars der 30er- bis in die 80er-Jahre. Bereits dreimal hat die Stadt Esdar eine Retrospektive gewidmet, einem ebenso eigenwilligen wie eigenständigen Künstler, der seit 1939 das künstlerische Geschehen in seiner Wahlheimat entscheidend geprägt hat.

Die Familie Esdar, so Bernhard Maier, sei wegen der Sichtung und Ordnung des Nachlasses an ihn herangetreten. Mit der Ausstellung möchte der engagierte Galerist auch einen Impuls geben, Künstlernachlässe nicht länger im Verborgenen zu hüten, sondern der Öffentlichkeit zugänglich zu machen: „Eine Zukunftsvision für Ellwangen“, so Maier.

Esdars charakteristische Holz- und Linolschnitte und expressive Holzarbeiten der Jahre 1929 und 1930 erinnern an Emil Nolde und Kätze Kollwitz und sind in konsequenter Reduzierung der Form zeitlos. Er war ein Meister spartanischer Beschränkung auf knappe und kraftvolle Linien: „Man muss die Unerbittlichkeit, das umzusetzen, bewundern“, so Kunstkenner Manfred Saller. Er wird bei der Vernissage in Esdars Werke einführen.

Bestechend klar in der Linienführung sind auch Esdars Kleinskulpturen aus Bronze, Stahlblech, Holz und Draht. Zum ersten Mal gezeigt werden rund 60 doppelseitig geschnittene Holzdruckplatten.

Am Mittwoch, 21. November, findet im Atelier Knoedler eine Podiumsdiskussion zum Thema „Ver- oder Entsorgen: Der Künstlernachlass als Problem“ statt.

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