Wie es nach dem Brand weitergeht, ist unklar

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Ein verheerender Brand hat die Halle der Entsorgungsfirma Veolia am Sonntagmorgen komplett zerstört.Fotos: hafi (Foto: hafi)
Schwäbische Zeitung
Hariolf Fink

Der verheerende Brand am Sonntagmorgen bei der Firma Veolia hat nach Angaben von Bernhard Kohn, Pressesprecher der Polizeidirektion Aalen, einen Sachschaden von rund 1 ,2 Millionen Euro verursacht. Das gesamte Firmengebäude ist durch das Feuer so in Mitleidenschaft gezogen, dass es aus Sicherheitsgründen derzeit nicht betreten werden kann. Bei dem Brand waren rund 100 Hilfskräfte vor Ort, die gegen das Feuer gekämpft haben und die für Erste Hilfe zum Brandort geeilt waren.

Laut Kohn kann über die Brandursache derzeit noch nichts gesagt werden. Die Statik der Halle habe derart gelitten, dass ein Betreten momentan nicht möglich ist. Dies müsse ein Sachverständiger erst genehmigen. Dann kann damit begonnen werden, die Ursache des Brandes zu erforschen. Kohn geht davon aus, dass dies nicht vor Mittwoch der Fall sein wird.

Auf unsere Rückfrage beim Hauptsitz der Firma Veolia in Hamburg hinsichtlich des Schadens wurde uns mitgeteilt, dass derzeit noch keine detailierten Angaben über die genaue Schadenshöhe gemacht werden können. Allererste Schätzungen belaufen sich auf einen Gebäudeschaden in Höhe von eins bis eineinhalb Millionen Euro – allein die zerstörte Photovoltaikanlage auf dem Dach schlägt mit 800000 Euro zu Buche – sowie einen weiteren Schaden von 300 000 bis 400000 Euro durch den Brand von einem Lastwagen und einem Multilader.

Auf unsere Frage, wie es mit dem Betrieb in Ellwangen weitergeht, sagte die Firmenleitung: „Bevor wir Aussagen über die Zukunft treffen können, müssen wir zunächst einmal genau den Schaden untersuchen und mögliche Folgen abwägen. Für solche Aussagen ist es zurzeit leider noch zu früh. So wie es aussieht, muss das Gebäude abgerissen werden.“

Im Ellwanger Betrieb sind zwölf Mitarbeiter beschäftigt. Wie es mit diesen weitergeht, stehe ebenfalls noch nicht fest. Fakt ist, dass die Firma das Beschäftigungsrisiko trägt. Soll heißen, dass die Mitarbeiter weiter Geld von der Firma bekommen. So zumindest wäre es, wenn der Betrieb über die IG-Metall oder die Elektroindustrie organisiert wäre, sagt auf Nachfrage Roland Hamm, der Erste Bevollmächtigte der IG-Metall.

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