Weber dankt für „einvernehmliche Lösung“

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Petra Rapp-Neumann

In seiner jüngsten Sitzung hat der Ellwanger Gemeinderat einstimmig die neue Benutzungsordnung von städtischen Turn-, Sport- und Mehrzweckhallen genehmigt. Sie tritt zum 1. August in Kraft. Hermann Weber, Vorsitzender des Stadtverbands sporttreibender Vereine, dankte der Stadt für die einvernehmliche Lösung. Man habe, so Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, die Interessen abgewogen und diesen Kompromiss erarbeitet.

Die städtischen Hallen sollen vorrangig von Schulen für den Sportunterricht genutzt werden. Sie stehen jedoch auch den ortsansässigen Sport- und Kulturvereinen für den Trainings- und Übungsbetrieb kostenlos zur Verfügung. Während der Ferien sind sie in der Regel geschlossen: „Auch Hausmeister müssen in Urlaub gehen können“, so Weber. Doch die Stadt lässt Ausnahmen zu, wenn Vereine sich zum Beispiel auf Wettkämpfe vorbereiten oder eine Halle für ein Fest anmieten wollen. Anträge für Feriennutzung sind mindestens vier Wochen vor Ferienbeginn beim Stadtbauamt einzureichen. Das Stadtbauamt ist zuständig, wenn Hallen der Kernstadt genutzt werden. Die Nutzung von Hallen in den Ortshaften muss bei den Ortsvorstehern oder Ortsverwaltungen angemeldet werden. Außerhalb der Ferien genügen drei Wochen vor dem geplanten Termin.

Hans-Peter Krämer (Freie Wähler) regte an, in der Benutzungsordnung festzuschreiben, dass in städtischen Hallen während der Schulferien trainiert werden dürfe. Erst im September mit dem Training und der Vorbereitung auf Wettkämpfe anzufangen, sei für viele Vereine zu spät. Die Zuteilung der Übungsstunden an die Vereine wird einmal jährlich durch den Sportbeauftragten festgelegt, meistens zu Jahresbeginn. Krämer schlug vor, das solle vor den Sommerferien erfolgen. Sonst könnten Ferienwochen verstrichen sein, bis ein Antrag genehmigt werde. Sein Fraktionskollege Wolfgang Seckler erklärte, klare Absprachen und Regeln seien wichtig, auch wenn es Ausnahmen geben müsse.

Die Gebühren für die Hallennutzung wurden angepasst. Für Veranstaltungen ortsansässiger Vereine bleibt es bei 150 Euro. Die Gebühr für Veranstaltungen mit Eintritt wurde leicht erhöht und beträgt jetzt 300 Euro.

Rat stimmt Lärmaktionsplan zu

Ein weiteres Thema in der Sitzung war der neue Lärmaktionsplan der Stadt Ellwangen.

Im April hatte der Gemeinderat dem Lärmaktionsplan mit Maßnahmenpaket insbesondere für die Haller Straße, Konrad-Adenauer-Straße und die Ortsdurchfahrt Röhlingen zugestimmt. Dann waren die Bürger gefragt. Sieben Stellungnahmen sind eingegangen. Jetzt hat der Rat den Schlussbericht mit drei Gegenstimmen und einer Enthaltung befürwortet.

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