Wallfahrt zum Grab von Pater Philipp Jeningen

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 Bei der Jeningen-Wallfahrt des Dekanatsbezirks Ellwangen/Neresheim zogen die Zelbranten und Kirchengemienderäte in die Basilik
Bei der Jeningen-Wallfahrt des Dekanatsbezirks Ellwangen/Neresheim zogen die Zelbranten und Kirchengemienderäte in die Basilika ein. Das Bild Jeningens trägt Richard Krombholz, neben ihm Josef Lingel. (Foto: Josef Schneider)

Die Wallfahrt des Dekanatsbezirks Ellwangen/Neresheim zu Ehren von Pater Philipp Jeningen hat Tradition. Und so versammelten sich wieder viele Gläubige zum Gottesdienst in der Basilika. Hauptzelebrant war der ehemalige Domkapitular Prälat Hubert Bour.

16 Zelebranten, etwa 50 Ministranten sowie die Vertreter der Kirchengemeinderäte waren nach einem kurzen Gebet am Grab von Pater Philipp in die Kirche eingezogen. Die Mitglieder der Kirchengemeinderäte hatten weiße Rosen oder brennende Kerzen in der Hand, die auf einem roten Tuch auf den Altarstufen gestellt wurden, ebenso wie ein Bild von Pater Philipp.

Der stellvertretende Dekan, Pater Jens Bartsch vom Schönenberg, ging auf die große Verehrung von Pater Philipp Jeningen ein. Der Volksmissionar und Apostel des Virngrunds sei „ein leuchtendes Zeichen für die Menschen“. Pater Philipp wurde 1642 in Eichstätt geboren und starb 1704 in Ellwangen. Das Grab des Jesuiten in der Liebfrauenkapelle der Basilika ist ein beliebter Ort des stillen Gebetes und der Andacht.

Hubert Bour setzte sich in seiner Predigt mit dem schwindenden Glauben auseinander. Wenn es den Menschen gut gehe, fragten sie weniger nach Gott. Pater Philipp, der nach dem Dreißigjährigen Krieg wirkte,sei ein leidenschaftlicher Missionar in schwieriger Zeit gewesen. Es gehe bei der Verbindung zwischen Gott und den Menschen um eine Liebesbeziehung, nicht um eine Geschäftsbeziehung. Gott wolle nicht nur als Nothelfer gesucht werden.

Christine Eberle, die zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderates von Sankt Vitus, sagte, Pater Philipp sei für viele Katholiken im Ostalbkreis ein großes Vorbild im Glauben. Man könne ihn auch eine Lichtgestalt in schwieriger Zeit nennen. Eberle bat die Gottesdienstbesucher, den Seligsprechungsprozess von Pater Philipp Jeningen auch weiterhin mit ihrem Gebet zu begleiten. Das Seligsprechungsverfahren wurde am 7. November 2011 eröffnet und ist immer noch nicht abgeschlossen.

Der Stiftschor und die Stiftsbläser gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Im Anschluss an die Eucharistiefeier waren die Wallfahrer zur Begegnung ins Jeningenheim eingeladen.

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