Vier Anna-Schwestern feiern Jubiläum

 Bei der Feier des Schwesternjubiläums (von links, sitzend): Schwester Agathe Lang, Schwester Mechthild Wansner und Schwester Co
Bei der Feier des Schwesternjubiläums (von links, sitzend): Schwester Agathe Lang, Schwester Mechthild Wansner und Schwester Corona Völkle. Von links, stehend: Schwester Veronika Mätzler, Pater Norbert Poeschel und Schwester Patrizia Hoffmann. (Foto: Zirlik)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Vier Annaschwestern haben jetzt ihr langjähriges Schwesternjubiläum gefeiert. 1951 trat Schwester Agathe Lang in die Gemeinschaft der Anna-Schwestern ein. Sie durfte ihr 70-jähriges Schwesternjubiläum begehen. Schwester Mechthild Wansner, Schwester Corona Völkle und Schwester Patrizia Hoffmann folgten 1956 und feierten ihr 65-jähriges Schwesternjubiläum.

Schwester Agathe Lang brachte nach der Ausbildung zur Erzieherin im Fröbelseminar in Stuttgart ihre pädagogischen und kreativen Talente als Leiterin in den beiden Ellwanger Kindergärten Sankt Canisius und von 1970 bis 1988 in Sankt Hariolf ein. Viele Ellwanger bekamen durch Schwester Agathe lebenstaugliches Rüstzeug und Glaubensprägung für ihr späteres Leben mit.

Schwester Mechthild Wansner und Schwester Corona Völkle absolvierten beide ihre Ausbildung als Erzieherin im Seminar Sankt Maria in Ulm. Schwester Veronika Mätzler würdigte Schwester Corona, die ihre längste Zeit im Kindergarten in Dalkingen in über 29 Jahren segensreich wirkte und ihren Dienst als Sakristanin im Mutterhaus bis zur Stunde gewissenhaft und zuverlässig ausübt.

Schwester Mechthild begleitete 26 Jahre zahlreiche Kinder im Kindergarten Bad Mergentheim und förderte deren Talente und Fähigkeiten. Bekannt ist sie im Ellwanger Raum vor allem durch ihre über 15-jährige Tätigkeit als Seelsorgerin im stationären Hospiz Sankt Anna, wo sie Hospizgäste und deren Angehörige mit viel Herzblut und Einfühlungsvermögen in schweren Stunden beistand. Bereits am Vortag dankte Schwester Veronika Mätzler den Jubilarinnen innerhalb einer Andacht und stellte die Frage an Schwester Mechthild, wie vielen Menschen sie wohl bei ihrem letzten Atemzug beistand und begleitete?

Als Hebamme hatte Schwester Patrizia Hoffmann dem Leben an Mutter und Kind hauptsächlich in der Sankt-Anna-Klinik Bad Cannstatt gedient und war beim ersten Atemzug eines Neugeborenen unterstützend da. Schwester Veronika Mätzler fasste es in ihrem Dank an alle vier Jubilarinnen mit dem Jesuszitat zusammen: „Alles, was ihr einem meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“

In seiner Festpredigt dankte Kapuzinerpater Norbert Poeschel den Jubilarinnen für ihr Lebenszeugnis im Sendungsauftrag der Franziskanerinnen von Ellwangen und ermutigte sie weiterhin das Feuer in ihren Herzen brennend zu halten. „Gott hat sie berufen. Gott hat sie in all den Jahren begleitet. Er hat sie geführt. Und sie haben auf Gott vertraut und sind in Treue ihren Weg gegangen.“ Die Jubilarinnen erneuerten im Gottesdienst gegenüber der Generaloberin Schwester Veronika Mätzler ihr Professversprechen.

Der festliche Gottesdienst mit der Leopoldsmesse von Michael Haydn wurde musikalisch herausragend gestaltet durch Margit Lang (Orgel), Monika Willand (Cello), Günter Schleinkofer und Fritz Wüst (beide Violine) sowie den Solistinnen Simone Gries, Anni Stöcklein und Antje Juhls.

Anlässlich des Schwesternjubiläums, das im 100-jährigen Gemeinschaftsjubiläum eingebettet war, führten Schwester Christina Häussler und Schwester Rut Göhringer mit dem Jahresmotto der Gemeinschaft „Innehalten-Danken-Vertrauen“ in einem Dialog zu einer Präsentation mit Bild und Musik ein. Das Fest endete mit einem feierlichen Vespergebet, das vom Schwesternorchesterle gestaltet wurde.

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