Vesperkirche verzeichnet Rekord

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 Mit Rinderbraten, Kartoffelgratin und Karotten und einem erneuten Besucherrekord ist am Sonntag die 18. ökumenische Ellwanger V
Mit Rinderbraten, Kartoffelgratin und Karotten und einem erneuten Besucherrekord ist am Sonntag die 18. ökumenische Ellwanger Vesperkirche zu Ende gegangen. (Foto: Josef Schneider)
Freier Mitarbeiter

Die Erfolgsgeschichte der ökumenischen Vesperkirche geht weiter. In einer Woche wurden im Jeningenheim 1785 Mittagessen ausgegeben, hundert mehr als bei der Vesperkirche im November. Es ist der vierte Rekord in Folge.

Am Sonntag ist die Vesperkirche mit Rinderbraten, Kartoffelgratin und Karotten zu Ende gegangen, 260 Personen ließen sich das Essen aus der Küche der Anna-Schwestern schmecken.

Nach einem zaghaften Beginn am Montag mit 160 Portionen erlebte die Vesperkirche am Mittwoch und Donnerstag einen regelrechten Ansturm. Jeweils 320 Essen wurden serviert. „Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind immer die Spitzentage“, weiß Angelika Mai vom Leitungsteam. Angelika McVeigh-Grupp freut sich über die starke Resonanz. Gut findet sie, dass trotz des überwiegend schlechten Wetters so vielezum Mittagessen ins Jeningenheim gekommen sind.

„Ich finde es schön, dass es so eine Gemeinschaft ist“, sagt Ursula Bläse aus Rindelbach, die die Vesperkirche mit der Urkirche und den ersten Christen vergleicht: „Wenn ich da bin, treffe ich Leute, die habe ich schon ein paar Jahre nicht gesehen.“ Schade findet die Seniorin, dass viele sich scheuen, in die Vesperkirche zu gehen: „Ich habe etliche Bekannte, die sagen, da gehe ich nicht hin.“ Sie hat sich von ihrem erwachsenen Enkel ermutigen lassen.

Die Vesperkirche kommt bei den Leuten an. Und dies schlägt sich auch in den Eintragungen im Gästebuch nieder. „Vielen Dank für das gute und schmackhafte Essen und die freundliche und aufmerksame Bedienung“, heißt es da beispielsweise. Oder: „Wir haben es sehr genossen, einmal nicht kochen zu müssen und nur an dem gedeckten Tisch zu sitzen.“ Gelobt werden auch die schönen Begegnungen, die gelebte Gemeinschaft und die fröhliche Stimmung.

Ob Muslima oder Christin, es hat allen geschmeckt

Zwei Personen haben ihre Einträge auf Englisch verfasst. Rund zehn Frauen vom Sprach-Spiel-Treff waren ebenfalls Gast der Vesperkirche. „So etwas gibt’s in Syrien, Afghanistan, dem Kosovo noch nicht“, heißt es in ihrem Kommentar: „Egal, ob Muslima oder Christin, es hat allen sehr gut geschmeckt. Wir kommen ganz sicher im Herbst wieder.“

Diakon Siegfried Herrmann, der bis auf einen Tag immer bei der Vesperkirche war, hielt am Sonntag die Mittagsandacht und dankte für das „kleine Stück Himmel mitten am Tag“ und die „kleine Weile des Glücks“. Angelika Mai und Angelika McVeigh-Grupp bedanken sich bei den rund 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den vielen Kuchenspenden und für den Blumenschmuck.

Angelika Mai weist darauf hin, dass für 4 Euro pro Stück Vesperbretter bei der Stiftung Haus Lindenhof gekauft werden können, deren Erlös für die Vesperkirche bestimmt ist.

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