Verwirrung um Herkunft des abgeschobenen Flüchtlings aus Ellwangen

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Nach der Razzia am Donnerstag in der LEA sind gegen sieben Flüchtlinge Haftbefehle ergangen.
„Sie haben uns geschlagen und verletzt“ - Flüchtlinge aus der LEA Ellwangen erheben nach dem Großeinsatz Kritik an der Polizei.
Deutsche Presse-Agentur

Nach der Abschiebung eines Mannes aus der Flüchtlingsunterkunft Ellwangen nach Italien sind Zweifel an seiner Herkunft aufgetaucht. In Baden-Württemberg wurde der Mann als Togoer geführt. Eine Polizeisprecherin in Mailand sagte der „Bild“-Zeitung (Donnerstag):

Bei uns hat er behauptet, er komme aus Ghana.“

Das baden-württembergische Innenministerium hat aber nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag keine Anhaltspunkte dafür, dass der Mann die Staatsbürgerschaft von Ghana hat.

„Nach unserem Kenntnisstand wurde der Mann in Togo geboren. Dann hat er einige Jahre in Ghana gewohnt.“ Der Flüchtling war am Dienstag nach Italien gebracht worden, nachdem eine Abschiebung am 30. April an dem massiven Widerstand der Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Ellwangen gescheitert war.

 

LEA-Demonstration verläuft friedlich ab
Die Vorgänge in der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen, kurz LEA, sind derzeit Grund für heftige Diskussionen. Vergangene Woche gab es dort einen Großeinsatz der Polizei, weil Bewohner die Abschiebung eines Togoers verhindert hatten. Bundesweit haben Politiker das Vorgehen der Polizei gelobt. Die Bewohner der LEA und deren Unterstützern aber haben zu einer Protestaktion aufgerufen.
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