Versuchter Mord: A7-Steinewerfer angeklagt

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Polizei nimmt nach Steinwurf auf A7 Verdächtigen fest.
Polizei nimmt nach Steinwurf auf A7 Verdächtigen fest. (Foto: Archiv)

Der Steinewerfer von der A 7 wird wegen versuchten Mordes angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hat gegen den 37 Jahre alten Mann Anklage zur Schwurgerichtskammer des Landgerichts Ellwangen erhoben.

Laut der Anklage soll der 37-Jährige am 25. September 2016 gegen 1.30 Uhr auf der Gemarkung Giengen von einer Brücke einen circa zwölf Kilogramm schweren Betonpflasterstein auf die Fahrbahn der A 7 geworfen haben. Er habe dabei in Kauf genommen, dass Verkehrsteilnehmer das Hindernis nicht rechtzeitig erkennen und es zu Unfällen mit tödlichem Ausgang kommen könnte.

Nach den Ermittlungen kollidierte wenige Minuten später ein mit einer vierköpfigen Familie besetzter Wagen mit dem Pflasterstein. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Auto, das sich mehrfach überschlug. Zwei Kleinkinder wurden aus dem Fahrzeug geschleudert. Alle vier Insassen wurden erheblich verletzt. Die Mutter auf dem Beifahrersitz erlitt eine Hals- und Brustwirbelfraktur sowie eine Schädelbasisfraktur mit einer Hirnblutung. Wegen einer Verletzung am Bein musste ihr außerdem das Bein unterhalb des Knies amputiert werden.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeschuldigten versuchten Mord in vier Fällen in Tateinheit mit gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen sowie schwere Körperverletzung in einem Fall zur Last. Sie geht nach dem Ergebnis der Ermittlungen von Heimtücke aus, da der Angeschuldigte wusste, dass kein Autofahrer mit einem derartigen Anschlag rechnen würde.

Nach einem psychiatrischen Sachverständigengutachten war die Steuerungsfähigkeit des Angeschuldigten bei der Tat erheblich vermindert. Er befand sich nach seiner Festnahme am 29. September 2016 bis Mitte November 2016 in Untersuchungshaft. Dann wurde er in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

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