Varta AG will 100 Millionen Euro durch zusätzliche Aktien einnehmen

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 Die Varta-Fabrik in Ellwangen. Ab 2021 will Varta 100 Millionen Lithium-Ionen-Zellen pro Jahr produzieren.
Die Varta-Fabrik in Ellwangen. Ab 2021 will Varta 100 Millionen Lithium-Ionen-Zellen pro Jahr produzieren. (Foto: afi)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Ellwanger Varta AG hat eine Kapitalerhöhung beschlossen. Ziel ist es, den geplanten Ausbau der Fertigungskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien zu finanzieren. Wie das Unternehmen mitteilte, werden zusätzliche Aktien im Wert von 100 Millionen Euro an sogenannte institutionelle Investoren ausgegeben. Erster Handelstag ist der 14. Juni. Der Aufsichtsrat hat der Kapitalerhöhung zugestimmt.

Wie bereits berichtet, baut der Batteriekonzern seine Produktionskapazitäten für wieder aufladbare Lithium-Ionen-Batterien erneut aus – auf deutlich über 100 Millionen Zellen jährlich im Jahr 2021. Um diesen Ausbau finanzieren zu können, ist nach Angaben des Unternehmens ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro notwendig.

Mit diesem Geld sollen Fertigungsmöglichkeiten für zusätzliche 40 Millionen Zellen pro Jahr geschaffen werden. Ursprünglich war geplant, die Produktionskapazität von jährlich rund 50 Millionen Zellen auf rund 60 Millionen Zellen in 2020 auszuweiten.

Ungebrochene Kundennachfrage nach drahtlosen Geräten

Hintergrund ist nach Angaben von Varta die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem Markt, der jährlich über 30 Prozent wachse. Das sehr starke Wachstum im Bereich der kabellosen Headsets werde von den Trends zur Miniaturisierung in der Elektronik sowie zu kabellosen Geräten geprägt.

Daher investieren wir massiv in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten.

Vorstandsvorsitzender Herbert Schein

Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender der Varta AG, sagt laut einer Pressemitteilung des Konzerns: „Die Kapitalerhöhung ermöglicht es uns, den eingeschlagenen, erfolgreichen Wachstumskurs nochmals zu beschleunigen. Die Nachfrage nach unseren Lithium-Ionen-Zellen ist anhaltend hoch. Daher investieren wir massiv in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten.“

Die Varta AG war im Herbst 2017 an die Börse gegangen. Die neuen Aktien werden institutionellen Investoren angeboten. Ziel ist es, 100 Millionen Euro brutto zu erlösen.

Varta-Finanzvorstand Steffen Munz ergänzt: „Wir verschaffen uns finanziellen Spielraum, um kurzfristig und flexibel auf die boomende Nachfrage reagieren zu können.“

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