Unerwünschte Stadtbewohner

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Eine tote Ratte hat vor den Altglascontainern in der Aalener Straße gelegen.
Eine tote Ratte hat vor den Altglascontainern in der Aalener Straße gelegen. (Foto: Rimkus)
Redakteurin Virngrund

Es ist kein besonders appetitlicher Anblick gewesen: Vor einigen Tagen lag der Kadaver einer überfahrenen Ratte direkt bei den – wieder einmal zugemüllten – Altglas- und Altkleidercontainern in der Aalener Straße in Ellwangen. Eine Rattenplage steht uns deswegen aber noch nicht bevor, stellt der Pressesprecher der Stadt Ellwangen, Anselm Grupp, auf Nachfrage unserer Zeitung klar.

Zwar gebe es immer wieder mal ein verstärktes Aufkommen von Ratten. Vor rund zwei Jahren sei zum Beispiel die Ellwanger Innenstadt betroffen gewesen. Von solchen Zuständen sei man derzeit in Ellwangen aber weit entfernt. Die Zahl der beobachteten lebenden (und toten) Tiere sei in diesem Jahr „vernachlässigbar“, sagt Grupp. Davon ganz abgesehen, bekämpfe die Stadt Ratten seit Jahren so konsequent wie regelmäßig. Mindestens einmal im Jahr würden von einer Fachfirma Giftköder in den Kanälen der Stadt ausgelegt. Kommt es zu einem vermehrten Aufkommen, werden die Schädlingsbekämpfer auch außer der Reihe gerufen, um in den betroffenen Bereichen gezielt gegen die intelligenten, widerstandsfähigen und ausgesprochenen fruchtbaren Tiere vorzugehen.

Grupp weist darauf hin, dass die Sichtung von Ratten – egal, ob tot oder lebendig – der Stadtverwaltung beziehungsweise dem Baubetriebshof gemeldet werden sollten. Tote Tiere würden vom Baubetriebshof grundsätzlich eingesammelt und fachgerecht in der Tierkadaverbeseitigung in Rindelbach entsorgt.

Weiter mahnt Grupp, dass Probleme mit Ratten in der Regel menschengemacht sind. „Wer seinen Müll offen herumstehen lässt, seine Essensreste in der Natur entsorgt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn plötzlich Ratten auftauchen. Egal, wie sehr sie von uns bekämpft werden, da sind sie natürlich immer.“

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