Umzug in Pfahlheim: Das bisschen Wind machte keinem etwas aus

Lesedauer: 6 Min

So a bissle Wend macht de Pfohlamer doch nichts aus. Das haben sich nicht nur die rund 10 000 Zuschauer gedacht, die beim großen Rosenmontagsumzug der Limesnarren kräftig mitfeierten, sondern auch die teilnehmenden 63 Gruppen, die wieder ihren Spaß hatten.

Zur Rosenmontags-Tradition in Pfohla gehört, dass ma „zom Wohlfrom goht“ und sich hier in Stimmung bringt. Schon um 12 Uhr steppte bei dem Wirt der Bär. Kaum nahm hier ein Musikant sein Instrument in die Hand und spielte, wurde so dermaßen geschunkelt, dass es eine wahre Freude war. Danach ging's dann gestärkt und mit richtiger Betriebstemperatur auf den Umzug, obwohl mancher beim Wohlfrom sagte: „Ach komm, mir bleibat glei do.“

10 000 Besucher beim Rosenmontagszug in Pfahlheim
Vom Wind haben sich die Pfahlheimer Narren nicht unterkriegen lassen. Da wärmte man sich vor dem Umzug eben ein bisschen gründlicher in der Dorfwirtschaft auf.

Aber da hätte man dann doch was versäumt. Denn der Pfahlheimer Umzug hatte es auch in diesem Jahr wieder in sich. Viele Fußgruppen machten den närrischen Wurm durch die Ortschaft zu einem tollen Ereignis. Hexen trieben ihren Schabernack. War es am Montag keine Windböe, dann war es eine Hexe, die sich die Haare oder den Hut der Besucher am Straßenrand vorknöpfte. Guggenmusiken heizten den Besuchern ein und Gardemädchen aller Couleur zeigten sich von ihrer besten und lächelnden Seite.

Alle 63 Gruppen einzeln aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Die Anzahl zeigt aber, wie beliebt dieser Umzug ist. Auch bei den vielen, vielen kleinen Narren, die mit großen Tüten unterwegs waren, um möglichst viele Bonbons zu ergattern.

Wer nicht so genau wusste, wer da gerade an einem entlang flanierte, wurde an zwei Ansagestellen aufgeklärt. Nach guten zwei Stunden war der Spaß leider schon vorüber. Allerdings nur auf der Straße.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen