Trauer um Vogelretter Reinhold Schuster

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 Im Alter von 83 Jahren ist der Vogel- und Tierfreund Reinhold Schuster gestorben.
Im Alter von 83 Jahren ist der Vogel- und Tierfreund Reinhold Schuster gestorben. (Foto: Josef Schneider)
IPF- UND JAGST-ZEITUNG

Die Urnentrauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Montag, 11. November, um 13 Uhr auf dem Friedhof Sankt Wolfgang statt.

Tierliebe und das Interesse an der Natur sind seine Markenzeichen gewesen. Reinhold Schuster ist vor allem durch seine Nabu-Wildvogelpflegestation bekannt geworden, die er 31 Jahre lang von 1984 bis 2015 in der „Braune Hardt“ geführt hat. Ende Oktober ist er gestorben.

Schuster wurde in der Nähe von Augsburg geboren. Seit 1957 lebte er in Ellwangen. Hier war er zwölf Jahre lang Soldat, danach arbeitete er als Betriebsschlosser bei Lindenfarb in Unterkochen.

Sein erster Vogel war ein junger Kuckuck, erinnerte sich Schuster an seinem 80. Geburtstag noch genau. Ob Bussarde oder Turmfalken, ob Rotmilan oder Sperber, ob Amseln oder Spatzen: Alle päppelte er sie auf oder pflegte sie gesund, zumindest einen großen Teil. „Ich hatte insgesamt 6000 Zugänge. Davon sind zwei Drittel wieder in der Freiheit“, berichtete Reinhold Schuster.

Die anderen Tiere starben entkräftet oder an ihren Verletzungen oder mussten schweren Herzens eingeschläfert werden. Das Wissen um die Vogelwelt brachte Schuster sich selbst bei, indem er Bücher wälzte, den Tierärzten über die Schulter schaute, Gespräche mit Experten führte und beobachtete: „Ich habe mit null angefangen und immer wieder was dazugelernt.“

Schuster zog auch junge Füchse auf

Doch nicht nur Vögel wurden ihm gebracht. Schuster zog auch Füchse, Marder und Siebenschläfer auf. Einmal wurde ihm aus Heidenheim ein Fund angezeigt, Waldarbeiter fanden unter einem gefällten Baum zwei Katzen. Es könnten aber auch Marder sein, wurde ihm gesagt. Es waren aber zwei kleine Füchse. Und die wurden von Schuster mit dem Fläschchen aufgezogen.

Die Urnentrauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Montag, 11. November, um 13 Uhr auf dem Friedhof Sankt Wolfgang statt.

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