THW-Jugendübung: In Ellwangen bebt die Erde

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 Bei einer Jugendübung des Technischen Hilfswerks auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Haisterhofen wurde ein Erdbeben in der
Bei einer Jugendübung des Technischen Hilfswerks auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Haisterhofen wurde ein Erdbeben in der Region Ostwürttemberg simuliert. Dabei galt es auch, einen Behelfssteg über einen Bach zu bauen. (Foto: Josef Schneider)
Freier Mitarbeiter

Ein Erdbeben hat die Region Ostwürttemberg erschüttert und einige Schäden verursacht. Das Technische Hilfswerk (THW) war gefordert und den ganzen Tag im Einsatz. Das war das Szenario für die Jugendübung auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Haisterhofen, das der THW-Landesverband als Übungsgelände gepachtet hat. Rund 50 Mädchen und Jungen aus Baden-Württemberg und Bayern plus etwa 40 Betreuer und Helfer waren beteiligt.

„BaWüBy 2018“ hieß die spezielle Übung des THW Ellwangen für Jugendgruppen, die sich die erfolgreiche Jugendübung vom vergangenen Jahr, „Thunderstruck 2017“, zum Vorbild nahm. Dieses Mal ging es um Hilfe bei einem Erdbeben. Unter anderem war ein Gebäude betroffen und ein Hang in Mitleidenschaft gezogen. Zudem wurden einige Personen vermisst.

Die Jugendlichen waren zwischen elf und 17 Jahre alt und kamen aus Ellwangen, Backnang, Dinkelsbühl und Rosenheim. Eingeteilt in fünf Gruppen, mussten sie sich bei insgesamt acht Stationen auf überwiegend technische Themen konzentrieren. Die Jugendlichen sollten dabei lernen, mit fremden Kräften zusammenzuarbeiten und Teams zu bilden. Sie waren vom Alter, Kenntnisstand und Ort gemischt.

Verletzte werden mit der Seilbahn gerettet

Zugführer Reiner Mangold und Ortsjugendleiter Timo Maier vom THW Ellwangen hatten die Übung vorbereitet und leiteten sie. Bei der ersten Station galt es, mit einem Einsatzgerüstsystem mit zwei Dreiböcken, Greifzug und Stahlseil eine Art Seilbahn zu bauen, um eine verletzte Person mit einer Bergewanne zu retten. Um die schonende Rettung einer Person, die unter und hinter einem Baumstamm eingeklemmt war, ging es bei Station zwei.

An anderen Stationen mussten drei Personen mit einem Leiterhebel aus einem angeschlagenen Gebäude geholt werden, eine Pumpen- und Schlauchstrecke aufgebaut oder ein Behelfssteg konstruiert werden. Ein weiteres Szenario war: Ein Fahrer ist mit seinem Auto in den Graben gefahren, ist bewusstlos und hat sich Schnittwunden zugezogen. Wegen der schwer erreichbaren Stelle musste ein provisorischer Hubschrauberlandeplatz eingerichtet und ausgeleuchtet werden. Beteiligt war auch das Rote Kreuz Wasseralfingen.

Geübt wurde auch die Verständigung per Funk. Auf diesem Weg wurde ein Bauplan für ein Lego-Auto übermittelt, die Empfänger sollten innerhalb einer Stunde die Lego-Teile nach Vorgabe zusammenbauen. Und im Bereich Holzbearbeitung wurden Wikinger-Schach-Figuren hergestellt, um die wartenden Einheiten zu unterhalten. Auch eine Nachtaktion hatten sich Reiner Mangold und Timo Maier ausgedacht: Die Strecke von der Panzerwaschanlage bis zum zentralen Platz entlang der Panzerhügel musste in einer Art Straßenbeleuchtung ausgeleuchtet werden. Alle 50 Meter musste ein Licht stehen. Der Tag endete mit einer kleinen Party mit Discomusik.

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