Thomas Geisel will OB in Düsseldorf werden

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Schwäbische Zeitung

(ij) - Der 49-jährige Ellwanger Thomas Geisel ist laut einem Bericht der Tageszeitung Rheinische Post (RP) Oberbürgermeister-Kandidat der Düsseldorfer Sozialdemokraten. Er fordert Amtsinhaber Dirk Elbers (CDU) im kommenden Jahr heraus. Der fünffache Vater gibt sich äußerst kämpferisch.

Thomas Geisel ist als zweitältester Sohn des langjährigen Landtagsvizepräsidenten Dr. Alfred Geisel in Ellwangen aufgewachsen und hat das Peutinger-Gymnasium besucht. Er studierte unter anderem in Freiburg und den USA. In den 90er Jahren war Geisel Referent des SPD- Bundesgeschäftsführers. Beruflich ist er als Manager für verschiedene Unternehmen als Manager aktiv gewesen, unter anderem hat er eine Zeit lang in Boston und London gelebt sowie für die Treuhandanstalt in Berlin gearbeitet. Seit 13 Jahren ist Geisel Manager bei Eon-Ruhrgas, dort hört er jedoch Ende des Monats auf und wechselt in die Selbstständigkeit. Geisel ist verheiratet und Vater von fünf Töchtern. Er lebt seit zehn Jahren in Düsseldorf, engagiert sich dort als Presbyter bei der Kreuzkirchengemeinde sowie im evangelischen Kirchenkreis, in der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und bei der Arbeiterwohlfahrt. Einen langen Atem hat er auch: Er spielt Querflöte und läuft Marathon. Am kommenden Wochenende geht er in Düsseldorf an den Start.

Beim Laufen wie in der Politik setzt Geisel laut RP auf Sieg: „Ich glaube, dass ich von der Ausbildung, dem Beruf und der Erfahrung her der richtige Mann bin.“ Düsseldorf brauche einen OB, der den sozialen Zusammenhalt in der Stadt stärke und nicht die Spaltung verstärke.

Der Wahlkampf hat für Geisel jetzt begonnen. Er spart nicht mit klarer Kritik an der derzeitigen Stadtspitze und attestiert dem bisherigen Amtsinhaber Dirk Elbers „Unvermögen“. Persönlich kennengelernt hat Geisel den Rathaus-Chef noch nicht, auch sonst ist er kommunalpolitisch in Düsseldorf noch ein unbeschriebenes Blatt. Was im Rathaus passiert, verfolgt er laut RP aber offenbar genau.

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